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Johann August Nahl der Ältere

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Denkmal Friedrichs II. in Kassel, 1783 von Nahls Sohn vollendet

Johann August Nahl (* 22. August 1710 in Berlin; † 22. Oktober 1781 in Kassel) war ein deutscher Bildhauer und Stuckateur.

Seine erste Ausbildung erhielt er bei seinem Vater Johann Samuel Nahl (1664–1727), der seit 1704 Hofbildhauer Friedrichs I. in Berlin war. Mit 18 Jahren unternahm Nahl eine Reise über Sigmaringen und Bern nach Straßburg, wo er bei Robert Le Lorrain arbeitete. 1731 ging er nach Paris, 1734 nach Rom, 1735 nach Schaffhausen und danach wieder nach Straßburg, wo er zunächst für den königlich-französischen Statthalter François Klinglin und danach am Bischofspalast von Kardinal Armand-Gaston de Rohan-Soubise, dem heutigen Palais Rohan, arbeitete. 1736 erhielt er das Bürgerrecht von Straßburg. Nahl war 1801 Preisträger der von Goethe ausgeschriebenen Weimarer Preisaufgaben.

Von Nahl stammt die Grabplatte für die im Kindbett gestorbene Pfarrfrau Maria Magdalena Langhans in der Kirche Hindelbank im Kanton Bern, die im 18. Jahrhundert zu den meistbewunderten Kunstwerken Europas zählte. Johann Wolfgang Goethe schrieb darüber am 20. Oktober 1779 an Charlotte von Stein:

„Vom Grabmal der Pfarren zu Hindelbanck zu hören werden Sie Geduld haben müssen, denn ich habe mancherley davon, darüber und dabey vorzubringen. Es ist ein Text worüber sich ein lang Capitel lesen lässt. Ich wünschte gleich iezt alles aufschreiben zu können. Ich hab soviel davon gehört und alles verbertucht pour ainsi dire. Man spricht mit einem allzeit fertigen Enthusiasmus von solchen Dingen, und niemand sieht darauf was hat der Künstler gemacht, was hat er machen wollen.“

Johann Wolfgang von Goethe

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