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Johann Adolf II. (Sachsen-Weißenfels)
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Johann Adolf II. (* 4. September 1685 in Weißenfels; † 16. Mai 1746 in Leipzig) war von 1736 bis 1746 letzter Herzog von Sachsen-Weißenfels. Er führte die sächsischen Truppen im Polnischen Thronfolgekrieg 1733/34 sowie im Zweiten Schlesischen Krieg 1745.
Johann Adolf wurde am 4. September 1685 in Weißenfels als Sohn des Herzogs Johann Adolf I. und dessen Frau Johanna Magdalena, Tochter des Herzogs von Sachsen-Altenburg, geboren. Die Mutter starb bereits knapp fünf Monate nach seiner Geburt. 1721 heiratete Johann Adolf die 23-jährige Tochter des Herzogs von Sachsen-Marksuhl, Johannetta Antoinetta Juliana. Der 1722 geborene einzige gemeinsame Sohn starb bereits im Alter von zwei Jahren. Nachdem 1726 seine erste Frau gestorben war, heiratete Johann Adolf 1734 Friederike, die Tochter des Herzogs Friedrich II. von Sachsen-Gotha, mit der er insgesamt fünf Kinder hatte, die aber alle im Alter zwischen fünf Monaten und zehn Jahren starben. Somit erlosch mit dem Tode Johann Adolfs 1746 die Linie Sachsen-Weißenfels, und das Herzogtum fiel zurück an Kursachsen.
Im Polnischen Thronfolgekrieg führte Johann Adolf Ende Oktober 1733 sächsische Truppen nach Polen. Die sächsische Armee hielt sich hauptsächlich in Südpolen auf, um die Krönung des sächsischen Kurfürsten Friedrich August II. zum König von Polen abzusichern. Noch bis 1736 standen sächsische Truppen unter Johann Adolfs Befehl in Polen, bis sie Anhänger des Gegenkandidaten Stanisław I. Leszczyński endgültig besiegen konnten.
Nachdem im Zweiten Schlesischen Krieg preußische Truppen die sächsische Grenze überschritten hatten, vereinbarten Sachsen und Österreich, gemeinsam gegen Preußen vorzugehen. Schlesien sollte im Norden durch sächsische Truppen von Preußen abgeschnitten werden, während im Süden österreichische Truppen vorrücken würden. Johann Adolf legte im September 1745 Planungen für einen solchen Feldzug vor, nahm jedoch zwei Wochen später in einer Denkschrift wieder Abstand von ihnen. Daraufhin musste er als Oberbefehlshaber zurücktreten und wurde durch den Grafen Rutowski ersetzt.
Der Kurfürst setzte bereits im November Rutowski wieder ab, dessen Stelle als Oberbefehlshaber ab 1. Dezember 1745 Johann Adolf wieder einnahm. Zusätzlich war er als Chef der sächsischen Regierung während der Abwesenheit des Kurfürsten und des Ministers Heinrich von Brühl eingesetzt worden. Obwohl Truppen des verbündeten Österreich sowie kaiserliche Kontingente zur Verfügung standen, gab er einem Widerstand keine Chance, worauf er am 12. Dezember als Oberbefehlshaber wieder abberufen wurde.
Bereits vor der Schlacht bei Kesselsdorf arbeitete der Geheime Rat am 15. Dezember 1745 in Dresden unter Johann Adolfs Leitung an einer Kapitulationsurkunde. Am Nachmittag begab er sich auf das Schlachtfeld und ging nach der Schlacht mit Rutowski nach Böhmen. Wenig später erlitt er einen Herzanfall und starb am 16. Mai 1746 in Leipzig. Da keines der Kinder Johann Adolfs das Erwachsenenalter erreichte, fiel mit seinem Tode das Fürstentum an Kursachsen zurück.
Literatur
- Posse, O.: Die Wettiner. Genealogie des Gesammthauses Wettin Ernestinischer und Albertinischer Linie. Zentralantquariat Leipzig 1994 (Nachdruck der Originalausgabe Giesecke & Devrient, Leipzig u. Berlin 1897 mit Korrekturen und Ergänzungen). ISBN 3-7463-0171-8
- Fellmann, W.: Heinrich Graf Brühl. Koehler & Amelang, Leipzig 1989. ISBN 3-7338-0091-5
| Vorgänger | Herzog von Sachsen-Weißenfels und Querfurt 1736-1746 | Nachfolger zurück an Kursachsen |
H. G. von Arnim-Boitzenburg | F. A. Herzog von Sachsen-Lauenburg | R. von Marzin | E. A. Freiherr von Eberstein | J. R. Freiherr von der Goltz | H. H. Reichsgraf von Flemming | H. A. von Schöning | J. von Chauvet | Heinrich VI. Fürst Reuß-Plauen | A. H. Graf von Steinau | G. B. von Ogilvy | J. H. Reichsgraf von Flemming | C. A. Graf von Wackerbarth | Johann Adolf II. Herzog von Sachsen-Weißenfels | F. A. Graf Rutowski | J. G. von Sachsen | F. H. E. von Anhalt-Dessau | Kronprinz Albert von Sachsen | Kronprinz Georg von Sachsen
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Johann Adolf II. |
| KURZBESCHREIBUNG | von 1736 bis 1746 letzter Herzog von Sachsen-Weißenfels |
| GEBURTSDATUM | 4. September 1685 |
| GEBURTSORT | Weißenfels |
| STERBEDATUM | 16. Mai 1746 |
| STERBEORT | Leipzig |
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