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Jochen Bohl

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Jochen Bohl (* 19. April 1950 in Lüdenscheid/Westfalen) ist ein lutherischer Theologe und seit 2004 Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens.

Leben und Wirken

Jochen Bohl studierte von 1968 bis 1974 Theologie an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal und den Universitäten Marburg und Bochum. Seine Examina legte er bei der Evangelischen Kirche von Westfalen in Bielefeld ab.

Von 1974 bis 1976 absolvierte Bohl das Vikariat in Brüninghausen bei Lüdenscheid. 1977 wurde er zum Pfarrer ordiniert.

In den Jahren 1978 bis 1986 war Jochen Bohl als Gemeindepfarrer in Aplerbeck im Kirchenkreis Dortmund-Süd tätig. Von hier aus ging er nach Saarbrücken, wo er Leiter des Evangelischen Jugendwerks an der Saar wurde. Diese Funktion hatte er bis 1995 inne.

Im Jahre 1995 wurde Bohl Oberkirchenrat und Direktor des 16.000 Mitarbeitende beschäftigenden und 1.400 Einrichtungen umfassenden Diakonischen Werkes der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens in Radebeul.

Nach erfolgter Wahl zum leitenden Geistlichen der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens wurde Jochen Bohl am 26. Juni 2004 von seinem Vorgänger Volker Kreß in sein Amt als Landesbischof in der Dresdener Kreuzkirche eingeführt.

Ein besonderer Höhepunkt seiner Tätigkeit war die Weihe der wieder erbauten Dresdener Frauenkirche am 30. Oktober 2005.

Jochen Bohl ist verheiratet und hat drei Söhne.

Bohls besonderes Anliegen seit 1980 ist die Versöhnungsarbeit mit Israel und Polen. Schon zehn Jahre vor der Wende in Deutschland pflegte er außerdem regelmäßige Kontakte zu Kirchengemeinden in der Deutschen Demokratischen Republik. Nach der friedlichen Revolution von 1989 sah er den interessanten Teil Deutschlands im Osten, weil "es hier etwas zu bewegen" gab.

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