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Jochen Bleicken
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Jochen Bleicken (* 3. September 1926 in Westerland, Sylt; † 24. Februar 2005 in Hamburg) war ein deutscher Althistoriker.
Inhaltsverzeichnis |
Leben
Der Sohn eines Kaufmanns studierte von 1948 bis 1954 Geschichte und Klassische Philologie an den Universitäten Kiel und Frankfurt am Main. 1954 promovierte er bei Alfred Heuß in Kiel und habilitierte sich 1961 in Göttingen. Als ordentlicher Professor bekleidete er Lehrstühle für Alte Geschichte an den Universitäten Hamburg (1962), Frankfurt/Main (1967) und als Nachfolger seines Lehrers Heuß in Göttingen (1977–1991), wo er 1991 emeritiert wurde und bis zum Wintersemester 1998/99 noch Veranstaltungen abhielt.
Einen Schwerpunkt von Bleickens Tätigkeit bildete die Geschichte der römischen Republik und der Kaiserzeit, wo er zahlreiche, teilweise wiederholt aufgelegte Standardwerke schuf, darunter zuletzt eine umfangreiche und vielbeachtete Augustus-Biografie. Im Bereich der griechischen Geschichte beschäftigte er sich vor allem mit der athenischen Demokratie.
Seit 1978 war Bleicken Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen.
Werke
- Das Volkstribunat der klassischen Republik: Studien zu seiner Entwicklung zwischen 287 und 133 v. Chr. Beck, München 1955. 2. Aufl. 1968. (Zetemata, 13)
- Senatsgericht und Kaisergericht: eine Studie zur Entwicklung des Prozeßrechtes im frühen Prinzipat. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1962.
- Lex publica: Gesetz und Recht in der römischen Republik. de Gruyter, Berlin 1975. ISBN 3-11-004584-2
- Die Verfassung der römischen Republik. Paderborn, Schöningh 1975. 8. Aufl. 2000. (UTB für Wissenschaft: Uni-Taschenbücher, 460) ISBN 3-8252-0460-X ISBN 3-506-99405-0
- Verfassungs- und Sozialgeschichte der römischen Kaiserzeit. 2 Bände. Paderborn, Schöningh 1978 und öfter.
- Geschichte der Römischen Republik. Oldenbourg, München 1980. 6. Aufl. 2004. (Oldenbourg Grundriss der Geschichte, 2) ISBN 3-486-49666-2
- Die athenische Demokratie. Schöningh, Paderborn 1986. 4., völlig und wesentlich erw. Aufl. 1995. ISBN 3-8252-1330-7
- Augustus. Eine Biographie. Fest, Berlin 1998. Sonderausgabe 2000. ISBN 3-8286-0136-7
- Gesammelte Schriften. 2 Bände. Steiner, Stuttgart 1998. ISBN 3-515-07241-1
Herausgeberschaften
- Oldenbourgs Grundriß der Geschichte
- Frankfurter Althistorische Studien (seit 1968)
- Hermes (seit 1977)
Literatur
- Dirk Schlinkert: Mit Heyne über der Schulter. Zum 70. Geburtstag von Jochen Bleicken. In: Spektrum. Informationen aus Forschung und Lehre 1996, Heft 4, S. 36 PDF
- Markus Merl, Uwe Walter (Bearb.): Jochen Bleicken, Schriftenverzeichnis: aus Anlaß seines 70. Geburtstages. Schöningh, Paderborn 1996. ISBN 3-506-75516-1
- Hartmut Leppin: Nekrolog Jochen Bleicken (1926-2005). In: Historische Zeitschrift 281 (2005), S. 826–833.
- Justus Cobet: Der Gelehrte als Lehrer in der Zeit der Anfechtung. Ansprache auf der Gedenkfeier für Jochen Bleicken am 29. Oktober 2005 in Goettingen. In: Göttinger Forum für Altertumswissenschaft 8 (2005), S. 59–72 (PDF).
Weblink
- Literatur von und über Jochen Bleicken im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Nachruf in Die Welt
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Bleicken, Jochen |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Historiker |
| GEBURTSDATUM | 3. September 1926 |
| GEBURTSORT | Westerland, Sylt) |
| STERBEDATUM | 24. Februar 2005 |
| STERBEORT | Hamburg |
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