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Jenoptik
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Die Jenoptik AG ist ein börsennotierter Technologiekonzern mit Sitz in Jena (Thüringen).
Porträt der Jenoptik AG
Die Jenoptik AG ist in mehr als 20 Ländern präsent und hatte am Bilanzstichtag 2005 10.039 Mitarbeiter (Vorjahr: 9.267). Die Unternehmen der Jenoptik AG entwickeln Produkte in den Bereichen Lasersysteme, Elektrooptik und Elektromechanik. Die wichtigsten Unternehmen sind JENOPTIK Laser, Optik, Systeme GmbH, ESW GmbH, Hommelwerke GmbH, JENOPTIK Automatisierungstechnik GmbH, Jena-Optronik GmbH, ROBOT Visual Systems GmbH und WAHL optoparts GmbH. Der Konzern erreichte im Geschäftsjahr 2005 einen Umsatz von 1.914,4 Millionen Euro (Vorjahr: 2.523,0 Millionen Euro). Das Ergebnis nach Steuern betrug -69,4 Millionen Euro (Vorjahr: 19,0 Millionen Euro).
Die Aktie der Jenoptik AG (ISIN: DE0006229107) ist an der Frankfurter Wertpapierbörse und an allen anderen deutschen Börsen notiert und wird im TecDAX geführt. 14,78 % der Gesellschaft gehören dem Freistaat Thüringen (Stand 31. Dezember 2005), der im Oktober 2005 bekanntgab, seine Beteiligung veräußern zu wollen. Vorstandsvorsitzender ist Alexander von Witzleben, der im Sommer 2007 zur Haniel-Gruppe wechselt. Sein Nachfolger wird der einzige weitere Jenoptik-Vorstand, Michael Mertin.
Geschichte
Die Vorgeschichte von Jenoptik reicht bis ins Jahr 1846 zurück, als Carl Zeiss in Jena seine optische Werkstatt eröffnet. Der in die Werkstatt eingetretene Ernst Abbe wird nach dem Tod von Carl Zeiss alleiniger Inhaber und gründet die Carl-Zeiss-Stiftung Jena, in deren Eigentum später die Firma Carl Zeiss und das Glaswerk Schott übergehen. 1948 werden das Zeiss-Werk und das Glaswerk Schott in Volkseigentum überführt.
Nach der Wende in der DDR übernimmt die Treuhandanstalt das Kombinat VEB Carl Zeiss JENA. Aus dem Jenaer Stammbetrieb wird zunächst die Carl Zeiss Jena GmbH gebildet, die ab 10. September 1990 als JENOPTIK Carl Zeiss Jena GmbH firmiert. Die Gesellschaft besteht damals aus 13 Betrieben und beschäftigt etwa 30.000 Menschen. 1991 wird zwischen der Treuhandanstalt, den Ländern Baden-Württemberg und Thüringen sowie den beteiligten Zeiss-Unternehmen eine Grundsatzvereinbarung unterzeichnet. Lothar Späth übernimmt die Leitung der JENOPTIK Carl Zeiss Jena GmbH. Im gleichen Jahr geht aus der JENOPTIK Carl Zeiss JENA GmbH die JENOPTIK GmbH als landeseigenes Unternehmen hervor. Jenoptik verantwortet die Strukturentwicklung in Jena und wird zum Rechtsnachfolger des ehemals volkseigenen Kombinats. Aus diesem übernimmt sie die Geschäftsbereiche Optoelektronik, Systemtechnik und Präzisionsfertigung. Neu gebildet wird die Carl Zeiss Jena GmbH. 51 Prozent der Anteile hält Carl Zeiss Oberkochen, 49 Prozent der Freistaat Thüringen, welche Jenoptik verwaltet.
In den Folgejahren wird der Konzern umstrukturiert und profitabel gemacht, neue Unternehmen (z. B. MEISSNER+WURST GmbH+Co., Stuttgart) werden hinzugekauft, andere verkauft. Das Firmengelände in Jena wird völlig umgestaltet. 1995 überträgt Jenoptik die Anteile des Freistaates Thüringen an der Carl Zeiss Jena GmbH an Carl Zeiss, Oberkochen. Zum 1. Januar 1996 wird Jenoptik in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und geht am 16. Juni 1998 an die Börse. Der Emissionspreis liegt mit 34,00 DM am oberen Ende der von 28,00 DM bis 34,00 DM reichenden Bookbuilding-Spanne. 2003 gibt Lothar Späth den Vorstandsvorsitz ab und wechselt in den Aufsichtsrat.
Im Feburar 2002 wird die JENOPTIK Diode Lab GmbH mit Hauptsitz in Berlin-Adlershof als 100 prozentiges Tocherunternehmen gegründet. Die Gesellschaft entstand in Gemeinschaft mit dem Ferdinand-Braun-Institut für Höchstfrequenztechnik (FBH) in Berlin, das auf dem Gebiet Hochleistungslaserdioden forscht. Am 29. Mai 2005 eröffnete das Unternehmen eine Fabrik zur Produktion von Halbleiterbauelementen, nachdem 14 Millionen Euro investiert wurden.
Ebenfalls im Mai 2005 eröffnete die Jenoptik ein Forschungszentrum für Optiken aus Kunststoffen in Triptis, Thüringen.
Am 7. Juni 2005 beschließt die Hauptversammlung in Weimar, dass der Unternehmensbereich Clean Systems verkauft werden soll, um sich auf das profitablere Optik-Geschäft zu konzentrieren. Infolgedessen werden die Anteile an der M+W Zander Holding AG (Stuttgart) an die Investmentgesellschaft SpringwaterCapital verkauft. Damit wurde der ehemals größte ostdeutsche Konzern radikal verkleinert. 3.000 Arbeitsplätze und etwa 500 Mio Euro Umsatz verbleiben in der Jenoptik AG.
Weblinks
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