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Jean I. (Monaco)
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Jean I. Grimaldi (genannt Der Langlebige) (* 1382; † 8. Mai 1454) aus der Familie der Grimaldi war von 1419 bis 1441 Seigneur von Monaco, von 1441 bis zu seinem Tod unabhängiger Herr von Monaco.
Jean war der Sohn des Seigneur von Monaco, Menton und Roquebrune, Rainier II. Grimaldi. Nachdem sein Vater im Jahr 1407 gestorben war kaufte er gemeinsam mit seinen Brüdern Ambroise und Antoine Grimaldi im Jahr 1419 die Festung Monaco, die sein Großvater 1357 an die Genuesen verloren hatte, von der aktuellen Besitzerin Yolande d'Aragon zurück. Da das Testament ihres Vaters eine Erbteilung untersagt hatte regierte er die Herrschaft zunächst gemeinsam mit seinen beiden Brüdern. Nach sieben Jahren Herrschaft zahlte er seine Brüder aus und übergab ihnen als Entlohnung die Seigneurerien Menton und Roquebrune.
Im Laufe seiner Herrschaftszeit verdingt sich Jean mehrfach an ausländische Heerführer, die Festung Monaco verkauft er mehrfach, ersteht sie aber immer wieder zurück.
In den Jahren 1421 und 1422 stellt er die militärische Hilfe Monacos gegen Zahlung von Entgeltzahlungen an Florenz und Neapel zur Verfügung.
1429 verkauft er Monaco an den genuesischen Herrscher Philipp-Maria Visconti für 12.000 genuesische Pfund. Bereits wenige Jahre danach wird dieser aus der Republik Genua vertrieben und der Vertrag für nichtig erklärt.
Da Jean über lange Zeiträume von Monaco abwesend ist, übernimmt mehr und mehr seine Frau Pomelline die Herrschaft in der Festung und übersteht sogar ohne die Hilfe ihres Mannes eine einjährige Belagerung durch den Prinzen Ludwig von Piemont, während ihr Mann und der Sohn Catalano sich in italienischer Gefangenschaft befinden.
Am 20. November 1441 wird die Lehnsherrschaft über Monaco aufgehoben und Monaco wird als Fürstentum selbstständig.
Im Jahr 1448 bietet er Monaco dem Grafen von Savoyen gegen eine jährliche Rentenzahlung an, diese lehnt jedoch aus Furcht vor Nizza und Turbia ab. Am 19. Dezember 1448 tritt er Teile von Menton und Roquebrune als Vasall an den Herzog, behält sich aber für sich und seine Nachkommen das Erbrecht auf Ewigkeit vor. Dafür erhält er eine jährliche Rentenzahlung von 200 Gulden, liefert aber auf Befehl 1000 Armbrustschützen.
Im Jahr 1451 wird Jean insolvent und verkauft Monaco für 12.000 Goldtaler an den Dauphin Frankreichs Ludwig, den späteren König Ludwig XI., dieser erweist sich aber als zahlungsunfähig.
1454 stirbt Jean und wird neben seinem Vater Rainier begraben. Er hinterlässt ein Testament, welches für die Erbfolge der Grimaldis bis ins 3. Jahrtausend hinein maßgeblich werden soll. Entgegen dem weitverbreiteten salischen maskulinen Erbfolgerecht verfügt er, dass, wenn keine männlichen Erben existieren, die älteste Tochter zur Alleinerbin und Regentin bestimmt wird. Voraussetzung ist, dass ihr Ehemann bei der Eheschließung den Namen und das Wappen der Grimaldi annimmt.
| Vorgänger | Herr von Monaco 1419 - 1454 | Nachfolger |
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Jean I. Grimaldi |
| KURZBESCHREIBUNG | Herr von Monaco |
| GEBURTSDATUM | 1382 |
| STERBEDATUM | 8. Mai 1454 |
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