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Januar 2003

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Zusammenfassung

Tagesgeschehen

Mittwoch, 1. Januar

  • Brasilia/Brasilien. Der neue brasilianische Präsident Lula da Silva tritt sein Amt für die Zeit 2003 bis 2007 an. Er ist der 37. Präsident des Landes. Da Silva kandidierte für die Arbeiterpartei und wurde mit 61 % der Stimmen gewählt. Bei seiner Eröffnungsrede schwört er, Armut, Hunger und Korruption zu beseitigen. Während des Wahlkampfs hatte er jedoch auch zugesagt, die Vereinbarungen mit dem Internationalen Währungsfonds, einen Haushaltsüberschuss von 3,75 % zu gewährleisten und Positionen mit Personen zu besetzen, die Auslandsinvestitionen freundlich gesonnen sind, einzuhalten. Unter den Gästen bei der Amtseinführung sind auch der venezolanische Präsident Hugo Chávez, der kubanische Präsident Fidel Castro und der US-Handelsbeauftragte Robert Zoellick.
  • Bern/Schweiz. Pascal Couchepin wird Schweizer Bundespräsident für 2003.
  • Marseille/Frankreich. In Marseille startet die Rallye Dakar.
  • Salomonen. Auf zwei Inseln wütet der schwere Wirbelsturm Zoe. Die Bewohner hatten sich rechtzeitig in sichere Höhlen gerettet.
  • Die Einführung des TCP/IP-Protokolls jährt sich zum zwanzigsten Mal.
  • Angola und Deutschland rücken für zwei Jahre als nichtständige Mitglieder in den UN-Sicherheitsrat nach.
  • Die EU verbietet die irreführenden Bezeichnungen „light“ und „mild“ für Zigaretten.

Donnerstag, 2. Januar

  • Deutschland. Das Dosenpfand wird eingeführt. Das befürchtetes Chaos im Einzelhandel bleibt jedoch aus.
  • Hochwasser-Alarm in Deutschland, Frankreich und Großbritannien
  • Die vom Öltanker Prestige verursachte Ölpest erreicht Frankreich; das Schiff war Ende November 2002 mit 77.000 Tonnen Rohöl an Bord vor der galicischen Küste gesunken.
  • Ein erster Voraustrupp der ECOWAS-Friedenstruppe trifft in der Elfenbeinküste ein, um einen Waffenstillstand zwischen Regierungstruppen unter Laurent Gbagbo und Rebellenmilizen im Norden zu sichern. Die Gesamtstärke der ECOWAS-Truppe soll über 1.200 Mann betragen, ihnen stehen 2.500 französische Soldaten zur Seite. Der französische Außenminister Dominique de Villepin reist ebenfalls in die Elfenbeinküste, um die Friedensbemühungen zu unterstützen.

Freitag, 3. Januar

Samstag, 4. Januar

Sonntag, 5. Januar

Montag, 6. Januar

Dienstag, 7. Januar

Mittwoch, 8. Januar

  • An diesem Tag kommt es zu zwei schweren Flugzeugkatastrophen: Beim Start in Charlotte in North Carolina rast eine Maschine der Air Midwest in einen Hangar, wobei alle 21 Menschen an Bord ums Leben kommen. Bei einem Notlandeversuch auf dem Flughafen der türkischen Stadt Diyarbakir sterben 75 Menschen, 5 können aus dem Wrack gerettet werden.

Donnerstag, 9. Januar

  • UNMOVIC-Chef Hans Blix und Mohammed el-Baradei, Leiter der Internationalen Atomenergiebehörde, statten dem UN-Sicherheitsrat Bericht über den Fortgang der Suche nach Massenvernichtungswaffen im Irak ab. Danach mache die Regierung Saddam Husseins kleine Fortschritte bei der Kooperation, eine deutlichere Zusammenarbeit sei aber erforderlich.

Freitag, 10. Januar

Samstag, 11. Januar

Sonntag, 12. Januar

Montag, 13. Januar

  • Die Auflage der Bild-Zeitung fällt erstmals seit 1975 unter die 4-Millionen-Grenze.
  • Die USA verstärken ihre Truppen am Persischen Golf.
  • Die UNO-Waffeninspektionen sollen noch bis Ende des Jahres fortgesetzt werden.

Dienstag, 14. Januar

Mittwoch, 15. Januar

Donnerstag, 16. Januar

  • Tarifverhandlungen bei der Lufthansa: Warnstreiks werden erwartet.
  • In Tschechien wird die Wahl zum Staatspräsidenten nach drei Wahlgängen vertagt.
  • Cape Canaveral. Start der US-Raumfähre Columbia: Rund 80 Sekunden nach dem Start beschädigt ein Stück der Schaumstoffverkleidung des Außentanks die Hitzeschutzverkleidung an der Vorderseite des linken Flügels; dieser für harmlos gehaltene Vorfall führt zwei Wochen später dazu, dass das Shuttle beim Wiedereintritt in die Atmosphäre verglüht.

Freitag, 17. Januar

  • In Melilla, einer spanischen Enklave in Nordafrika, kommt es zum Absturz einer Fokker 50, die, aus Málaga kommend die Landebahn, nach Verfehlen der Landebahn.Flugzeugun

Samstag, 18. Januar

  • Weltweit kommt es zu Massenprotesten gegen den drohenden Irak-Krieg. Versammlungen finden u.a. in Tokio, Moskau, Paris, Montreal, Ottawa, Toronto, Köln, Bonn, Göteborg, Istanbul und Kairo statt.
  • In Australien kommt es zum verheerendsten Buschfeuer seit 1983. 4 Menschen sterben, 259 werden ins Krankenhaus eingeliefert, tausende Hektar Land werden ebenso zerstört wie 520 Wohnhäuser; auch die historisch bedeutsame Sternwarte Mt. Stromlo wird zerstört.

Sonntag, 19. Januar

  • Die UNO-Waffeninspektoren haben Dokumente, die in Zusammenhang mit der Entwicklung von Atomwaffen stehen könnten, im Irak gefunden.
  • Mehrere deutsche Politiker sprechen sich für eine Neuordnung Deutschlands aus. Dabei sollen mehrere Bundesländer zusammengelegt werden.

Montag, 20. Januar

Dienstag, 21. Januar

Mittwoch, 22. Januar

Donnerstag, 23. Januar

  • Ein 350 Mann starker australischer Truppenverband bricht, begleitet von heftigen Protesten, von Sydney aus in Richtung Irak auf.

Freitag, 24. Januar

Samstag, 25. Januar

  • Elfenbeinküste. Nach viermonatigem Machtkampf einigen sich die Konfliktparteien im Bürgerkrieg in der Elfenbeinküste auf ein Friedensabkommen; die Unruhen dauern allerdings auch danach weiter an.

Sonntag, 26. Januar

Montag, 27. Januar

  • Hans Blix stellt dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen den Kontrollbericht über die Abrüstung des Irak vor. Das Land sei bislang noch nicht ausreichend kooperativ.

Dienstag, 28. Januar

Mittwoch, 29. Januar

  • US-Präsident George W. Bush erklärt in seiner Rede zur Lage der Nation, dass ein Angriff auf den Irak notfalls auch ohne die Unterstützung der UNO erfolgen könnte und dass die USA dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen Beweise für ein illegales irakisches Waffenprogramm vorlegen werden.
  • Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement erwartet für 2003 nur noch ein Prozent Wirtschaftswachstum und 4,2 Millionen Arbeitslose.
  • In Kambodscha kommt es zu schweren Ausschreitungen gegen Thailänder, nachdem eine bekannte Schauspielerin angeblich erklärt hatte, dass die Tempelanlage von Angkor Wat in Wahrheit zu Thailand gehöre.

Donnerstag, 30. Januar

Freitag, 31. Januar

  • Nach starken Schneefällen steckten Fahrzeuge bis zu 18 Stunden lang auf der A8 zwischen Ulm und Merklingen in Baden-Württemberg fest.
  • Es gebe keine überzeugenden Anzeichen dafür, dass der Irak Verbindungen zum Al-Qaida-Terrornetzwerk habe, sagte Hans Blix der "New York Times" und wies damit Vorwürfe der US-Regierung gegen den Irak zurück.
  • Albanien. Beginn der Verhandlungen über ein Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen (SAA) mit der EU.
  • Start des autobiographischen Filmdebuts 8 Mile von Skandalrapper Eminem in deutschen Kinos.
  • Frankreich legt seinen Staatsbürgern, die sich in der Elfenbeinküste aufhalten, angesichts fortdauernder Ausschreitungen nahe, das Land zu verlassen.
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