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Janica Kostelić
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Janica Kostelić [ˈjanitsa ˈkɔstɛlitɕ] (* 5. Januar 1982 in Zagreb) ist eine ehemalige kroatische Ski-Fahrerin (Ski Alpin). Sie ist mit vier Mal Gold und zwei Mal Silber die erfolgreichste alpine Skiläuferin der Olympia-Geschichte.
Inhaltsverzeichnis |
Erfolge
Kostelić war die erste kroatische Sportlerin, die jemals Medaillen bei Olympischen Winterspielen gewann. Zugleich ist Janica Kostelić die bislang einzige Skirennfahrerin, die vier Goldmedaillen bei Olympischen Spielen erringen konnte. Nachdem sie 2001 wegen einer Knieverletzung, welche beinahe das frühe Ende ihrer Karriere bedeutet hätte, pausieren musste, gewann sie bei den Olympischen Winterspielen 2002 drei Goldmedaillen im Riesenslalom, im Slalom und in der Kombination sowie eine Silbermedaille im Super-G. Bei den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin konnte sie ihre erfolgreiche Laufbahn mit einer Goldmedaille in der Kombination sowie einer weiteren Silbermedaille im Super-G fortsetzen.
Bei der Weltmeisterschaft 2003 in St. Moritz wurde sie zum ersten Mal Weltmeisterin und zwar im Slalom und in der Kombination. Anfang 2004 musste sie sich aufgrund einer erneuten Knieverletzung vorübergehend aus dem Sport zurückziehen. Bei der Weltmeisterschaft 2005 in Bormio wurde sie Weltmeisterin in der Kombination, in der Abfahrt und im Slalom.
Bislang konnte sie 30 Weltcuprennen gewinnen, davon 20 Slaloms, zwei Riesenslaloms, eine Abfahrt, einen Super-G, zwei Super-Kombinationen und vier Kombinationswertungen. Damit gehört sie neben Petra Kronberger und Pernilla Wiberg zu lediglich drei Skirennläuferinnen, die in allen Wettwewerben des Skiweltcups gewinnen konnten (siehe Sieger in allen Ski-Disziplinen). 2001, 2003 und 2006 konnte sie den Gesamtweltcup für sich entscheiden, dazu auch die Disziplinenweltcups im Slalom und in der Kombination. 2005 wurde sie nach einem dramatischen Finale mit nur drei Punkten Rückstand auf Anja Pärson Zweite im Gesamtweltcup.
Kostelić reihte sich in der Saison 2005/06 zu den wenigen alpinen Skiläuferinnen, denen es gelang, alle Disziplinen in einer Saison zu gewinnen (bislang nur Petra Kronberger). Darüber hinaus gewann sie je zum dritten Mal den Gesamtweltcup (dies mit der Rekord-Punktzahl von 1970 Punkten) und den Slalomweltcup.
Janica Kostelić ist bislang die einzige Skifahrerin, die ihre olympische Goldmedaille in der alpinen Kombination verteidigen konnte. Seit den Winterspielen von Turin 2006 ist Janica Kostelić die erfolgreichste alpine Skiläuferin bei Olympischen Spielen.
Beim Heim-Weltcup auf dem Sljeme in Zagreb im Januar 2006 verlor sie beim 2. Slalomdurchgang bereits unmittelbar nach dem Start den rechten Ski-Stock samt Handschuh und erreichte trotzdem mit starken Schmerzen, aber beharrlich und mit exzellenter Zeit den 3. Podestplatz (Platzierung 1. Durchgang: 7.).
Janica Kostelić ist in Kroatien praktisch schon zu Lebzeiten eine Legende. Ihre Erfolge und Schicksale sind oft einzigartig und historisch. Kaum eine andere Skisportlerin hat bereits derartig viele medizinische Operationen (vor allem Knieoperationen) hinter sich wie Janica Kostelić. In der Saison 2000/2001 stürzte sie im Abfahrtstraining von St.Moritz so schwer, dass man anfangs sogar davon ausging, dass Kostelic nie wieder Ski fahren könne. Trotz dieser körperlichen Rückschläge und oft auch dem großen Pech, das sie immer wieder verfolgt hatte, sammelte sie stets wieder neue psychische und physische Kräfte, um wieder erneut auf Spitzenrängen aufzutauchen. Ihre Verdienste für den kroatischen Skisport, die Euphorie, die sie bei den kroatischen Fans erzeugte, werden in bleibender Erinnerung bleiben. Der TV-Sender Eurosport kürte sie zur Welt-Sportlerin des Jahres 2005. Außerdem wurde sie im Jahr 2006 mit dem Laureus Award für die beste Sportlerin des Jahres 2006 ausgezeichnet. Sie ist die einzige Skiläuferin, die bis jetzt diesen Preis erhielt.
Es ist letztlich auch der Verdienst der Kostelić-Familie, dass der Slalom-Weltcup von Zagreb (Sljeme) erfolgreich in den Kalender der FIS eingetragen wurde. In kaum einem anderen Land werden Slalom-Skiweltcups von derartig vielen Fans besucht wie in Kroatien, was letztendlich erheblich zur guten Atmosphäre und zu gesteigerten Wettkampfleistungen unter den Sportlern beiträgt. Kroatien, das eigentlich ein Land des Meeres und der Sonne ist, reihte sich seit den Erfolgen von Janica Kostelić auch erfolgreich unter die Gruppe der Länder mit großer Wintersport-Tradition. Für kroatische Fans ist der alpine Skiweltcup derzeit von fast ebenbürtiger Bedeutung wie manche Sommersportarten.
Ihr Vater Ante Kostelić, der gleichzeitig ihr Trainer ist, war früher ein bekannter Handballspieler. Ihr älterer Bruder Ivica Kostelić ist ebenfalls Skifahrer und wurde 2003 Slalom-Weltmeister.
Am 19. April 2007 gab Janica Kostelić im Alter von lediglich 25 Jahren ihren Rücktritt vom alpinen Skisport bekannt. Dieser kam nicht ganz überraschend, verpasste sie doch aufgrund von Knieverletzungen schon die gesamte Saison im Winter davor. Sie ließ jedoch offen, ob es sich um einen endgülitigen Rückzug aus dem aktiven Skisport handelt.
Olympische Spiele Bild:Olympic rings.svg
| Olympiaort | Rennort | Datum | Disziplin | Resultat |
|---|---|---|---|---|
| Salt Lake City 2002 | Deer Valley | 20. Februar 2002 | Slalom | Goldmedaille (1. Platz) |
| Salt Lake City 2002 | Park City | 22. Februar 2002 | Riesenslalom | Goldmedaille (1. Platz) |
| Salt Lake City 2002 | Kombination | Goldmedaille (1. Platz) | ||
| Salt Lake City 2002 | Super-G | Silbermedaille (2. Platz) | ||
| Turin 2006 | San Sicario | 18. Februar 2006 | Kombination | Goldmedaille (1. Platz) |
| Turin 2006 | Super-G | Silbermedaille (2. Platz) |
Weltmeisterschaften
| Weltmeisterschaft | Rennort | Datum | Disziplin | Resultat |
|---|---|---|---|---|
| St. Moritz 2003 | St. Moritz | Slalom | Goldmedaille (1. Platz) | |
| St. Moritz 2003 | St. Moritz | Kombination | Goldmedaille (1. Platz) | |
| Bormio 2005 | Santa Caterina | Abfahrt | Goldmedaille (1. Platz) | |
| Bormio 2005 | Santa Caterina | Slalom | Goldmedaille (1. Platz) | |
| Bormio 2005 | Santa Caterina | 4. Februar 2005 | Kombination | Goldmedaille (1. Platz) |
Weltcup
- 3x Gesamtweltcup (2000/01, 2002/03, 2005/06)
- 3x Slalom-Disziplinenweltcup (2000/01, 2002/03, 2005/06)
- 4x Kombinations-Disziplinenweltcup (2000/01, 2002/03, 2004/2005, 2005/2006)
- 30 Weltcupsiege
- 16x Zweite
- 9x Dritte
- 55 Podestplätze
Einzelweltcupsiege
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Weblinks
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1952: Andrea Mead-Lawrence | 1956: Ossi Reichert | 1960: Yvonne Rüegg | 1964: Marielle Goitschel | 1968: Nancy Greene | 1972: Marie-Therese Nadig | 1976: Kathy Kreiner | 1980: Hanni Wenzel | 1984: Debbie Armstrong | 1988: Vreni Schneider | 1992: Pernilla Wiberg | 1994: Deborah Compagnoni | 1998: Deborah Compagnoni | 2002: Janica Kostelić | 2006: Julia Mancuso
1948: Gretchen Frazer | 1952: Andrea Mead-Lawrence | 1956: Renée Colliard | 1960: Anne Heggtveit | 1964: Christine Goitschel | 1968: Marielle Goitschel | 1972: Barbara Ann Cochran | 1976: Rosi Mittermaier | 1980: Hanni Wenzel | 1984: Paoletta Magoni | 1988: Vreni Schneider | 1992: Petra Kronberger | 1994: Vreni Schneider | 1998: Hilde Gerg | 2002: Janica Kostelić | 2006: Anja Pärson
1936: Christl Cranz | 1948: Trude Beiser | 1988: Anita Wachter | 1992: Petra Kronberger | 1994: Pernilla Wiberg | 1998: Katja Seizinger | 2002: Janica Kostelić | 2006: Janica Kostelić
1931: Esme Mackinnon | 1932: Paula Wiesinger | 1933: Inge Wersin-Lantschner | 1934: Anny Rüegg | 1935: Christl Cranz | 1936: Evelyn Pinching | 1937: Christl Cranz | 1938: Lisa Resch | 1939: Christl Cranz | 1948: Hedy Schlunegger | 1950: Trude Beiser | 1952: Trude Beiser | 1954: Ida Schöpfer | 1956: Madeleine Berthod | 1958: Lucille Wheeler | 1960: Heidi Biebl | 1962: Christl Haas | 1964: Christl Haas | 1966: Marielle Goitschel | 1968: Olga Pall | 1970: Annerösli Zryd | 1972: Marie-Therese Nadig | 1974: Annemarie Moser-Pröll | 1976: Rosi Mittermaier | 1978: Annemarie Moser-Pröll | 1980: Annemarie Moser-Pröll | 1982: Gerry Sorensen | 1985: Michela Figini | 1987: Maria Walliser | 1989: Maria Walliser | 1991: Petra Kronberger | 1993: Kate Pace | 1996: Picabo Street | 1997: Hilary Lindh | 1999: Renate Götschl | 2001: Michaela Dorfmeister | 2003: Mélanie Turgeon | 2005: Janica Kostelić | 2007: Anja Pärson
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1931: Esme Mackinnon | 1932: Rösli Streiff | 1933: Inge Wersin-Lantschner | 1934: Christl Cranz | 1935: Anny Rüegg | 1936: Gerda Paumgarten | 1937: Christl Cranz | 1938: Christl Cranz | 1939: Christl Cranz | 1948: Gretchen Frazer | 1950: Dagmar Rom | 1952: Andrea Mead-Lawrence | 1954: Trude Klecker | 1956: Renée Colliard | 1958: Inger Bjørnbakken | 1960: Anne Heggtveit | 1962: Marianne Jahn | 1964: Christine Goitschel | 1966: Annie Famose | 1968: Marielle Goitschel | 1970: Ingrid Lafforgue | 1972: Barbara Ann Cochran | 1974: Hanni Wenzel | 1976: Rosi Mittermaier | 1978: Lea Sölkner | 1980: Hanni Wenzel | 1982: Erika Hess | 1985: Perrine Pelen | 1987: Erika Hess | 1989: Mateja Svet | 1991: Vreni Schneider | 1993: Karin Buder | 1996: Pernilla Wiberg | 1997: Deborah Compagnoni | 1999: Zali Steggall | 2001: Anja Pärson | 2003: Janica Kostelić | 2005: Janica Kostelić | 2007: Šárka Záhrobská
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1932: Rösli Streiff | 1933: Inge Wersin-Lantschner | 1934: Christl Cranz | 1935: Christl Cranz | 1936: Evelyn Pinching | 1937: Christl Cranz | 1938: Christl Cranz | 1939: Christl Cranz | 1948: Trude Beiser | 1954: Ida Schöpfer | 1956: Madeleine Berthod | 1958: Frieda Dänzer | 1960: Anne Heggtveit | 1962: Marielle Goitschel | 1964: Marielle Goitschel | 1966: Marielle Goitschel | 1968: Nancy Greene | 1970: Michèle Jacot | 1972: Annemarie Moser-Pröll | 1974: Fabienne Serrat | 1976: Rosi Mittermaier | 1978: Annemarie Moser-Pröll | 1980: Hanni Wenzel | 1982: Erika Hess | 1985: Erika Hess | 1987: Erika Hess | 1989: Tamara McKinney | 1991: Chantal Bournissen | 1993: Miriam Vogt | 1996: Pernilla Wiberg | 1997: Renate Götschl | 1999: Pernilla Wiberg | 2001: Martina Ertl | 2003: Janica Kostelić | 2005: Janica Kostelić | 2007: Anja Pärson
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Kostelić, Janica |
| KURZBESCHREIBUNG | kroatische Ski Alpinfahrerin |
| GEBURTSDATUM | 5. Januar 1982 |
| GEBURTSORT | Zagreb |
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