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Jangtse
Aus Kefk.
| Jangtse | |
|---|---|
| Daten | |
| Lage | Tibet-China |
| Länge | 6.380 km |
| Quelle | Gletschertor des Gangjajubu-Gletschers (westlicher Tangula Shan) |
| Quellhöhe | 5.405 m |
| Mündung | Nördlich von Shanghai in das Ostchinesische Meer |
| Mündungshöhe | 0 m |
| Höhenunterschied | 5.405 m |
| Einzugsgebiet | 1.722.155 km² |
| Einwohner im Einzugsgebiet | 350 Mio |
| Großstädte | Panzhihua, Yibin, Luzhou, Chongqing, Yichang, Jiangling, Shishou, Yueyang, Xianning, Wuhan, Ezhou, Huangshi, Jiujiang, Anqing, Tongling, Wuhu, Ma'anshan, Nanjing, Yangzhou, Zhenjiang, Nantong, Shanghai |
| Mittelstädte | Batang (Tibet) u. weitere |
| Rechte Nebenflüsse | Bu Chu (Quelle am nördl. Tanggula-Pass) |
| Linke Nebenflüsse | Tuotuo He (Quelle südwestl. des Tangula-Peaks (6.598 m ü. NN) im westl Tanggula Shan |
| Bekannte Brücken | Wuhan First Bridge |
| Schiffbar | 2.800 km (Shanghai bis Panzhihua) |
Der Jangtse ist der längste Fluss Asiens und nach dem Nil und dem Amazonas der drittlängste Strom der Welt. Er fließt auf seiner ganzen Länge von 6.380 km, von denen nur 2.800 km schiffbar sind, durch die Volksrepublik China. Sein Quellgebiet liegt im Qinghai-Plateau von Tibet. An seiner Mündung führt er im Jahresdurchschnitt 31.900 m³ Wasser pro Sekunde.
Der Jangtse spielt im Selbstverständnis der Chinesen eine große Rolle. Er teilt China in Nord- und Südchina und war Ort zahlreicher wichtiger Ereignisse der chinesischen Geschichte. Dazu zählt beispielsweise die Überquerung des Jangtse durch Mao Zedong und seinen Anhängern während des langen Marsches und das bis Mitte des 20. Jahrhunderts bestehende Recht westlicher Mächte, den Jangtse mit Kanonenbooten befahren zu dürfen.
Inhaltsverzeichnis |
Flussname
(chin. 扬子江/揚子江{{{c}}}, Yángzǐ Jiāng ?/i
| Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Jangtse, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. |
) oder Chang Jiang (chin. 长江/長江{{{c}}}, Cháng Jiāng ?/i „Langer Fluss“
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)
- Vom chinesischen 扬子江 (Pinyin: Yángzǐjiāng), die nur für das Mündungsgebiet gilt und nicht sehr geläufig ist, leitet sich die deutsche Benennung Jangtsekiang ab.
- Die offizielle Bezeichnung ist Changjiang (Kurzzeichen: 长江; Langzeichen: 長江; Pinyin: Cháng Jiāng) und bedeutet nichts weiter als "langer Fluss".
- Etwas weiter stromab heißt er Tongtian-Fluss. Letzteres bedeutet "Fluss, der den Himmel durchquert".
- Die Quelle des Dri Chu (=Jangtse-Oberlauf) wurde im August 1989 von dem deutschen Geologen und Glaziologen Prof.Dr. D.Ortlam (Bremen) an einem zurückschmelzenden Gletschertor des Gangjajubu-Gletschers in 5.405 m ü.NN Höhe südöstlich des Geladandong-Peaks (6.621 m ü.NN) im westl. Tangula Shan entdeckt [1].
- Vor dem Eintritt ins Rote Becken von Sichuan heißt der Jangtse Jinshajiang (金沙江 Jīnshājiāng), "Goldsandfluss", ein Hinweis auf Goldvorkommen in dieser Region.
- Der tibetische Name ist Dri Chu (Kuh-Fluss; Dri ist der weibl. Grunz-Ochse bzw. Yak).
Flusslauf
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Der Jangtse, der auch Yangtsekiang genannt wird, entspringt in etwa 5.405 m Höhe im tibetischen Tangula Shan. Knapp 1500 Kilometer stromabwärts bildet der Fluss eine scharfe Haarnadelkurve. Abgelenkt durch ein Kalksteinmassiv, kehrt sich der bisher in südöstliche Richtung fließende Fluss an der "Großen Biegung von Shigu" um und fließt in nordöstlicher Richtung.
An seinem Ober- und Mittellauf bis Yichang weist der Jangtse viele Schluchten auf. Die bekanntesten sind die Drei Schluchten Qutang, Wuxia und Xiling zwischen Chongqing und Yichang, die inzwischen durch den umstrittenen Bau eines Großkraftwerkes, des so genannten Drei-Schluchten-Damms, geflutet werden, so dass ein 600 km langer und bis 180 m tiefer Stausee entstand. Durch die gewaltige Entwaldung der Berghänge am Yangtse-Mittellauf in Ost-Tibet erfolgen durch Hangrutschungen (Muren) gewaltige Sedimenteinträge in den Fluss (ca. 2 Mrd. m³/Jahr), so dass er ebenfalls zu einem gelben Fluss (=Huang He in Nord-China) wurde. Dadurch besteht eine erhebliche Gefahr der Verschlammung des Drei-Schluchten-Stausees. Danach fließt der Fluss langsamer und breiter durch die Ebenen Mittelchinas. Das erste große der natürlichen Rückhaltebecken, die eine wichtige Funktion als Schutz vor Überschwemmungen ausüben, ist der Dongting-See. In Abhängigkeit von der im Laufe des Jahres unterschiedlichen Wasserführung ändert er wie auch der größte See Chinas, der Poyang-See, seine Ausdehnung. Über den Kaiserkanal, der den Jangtse bei Yangzhou kreuzt, besteht eine Verbindung zum Gelben Fluss. Bei Shanghai mündet er in einem Delta in das Ostchinesische Meer. Wichtige Städte am Jangtsekiang sind Chongqing, Shashi, Wuhan, Nanking und Shanghai.
Bedeutung
Ökologischer Zustand
Die extreme Verschmutzung des Jangtse bedroht die Trinkwasserversorgung vieler großer Städte entlang des Flusses. Es wird befürchtet, dass der Fluss innerhalb der nächsten fünf Jahre vollständig kippen könnte. Das verschmutzte Wasser wurde von chinesischen Forschern sogar als krebserregend eingeschätzt.
Schuld an diesem Zustand sind Experten zufolge Industrieabfälle und -abwasser sowie die Verschmutzung durch Landwirtschaft und Schiffstreibstoff.
Schifffahrt
Der Jangtse ist erst ab Jbin an schiffbar. Flussabwärts sind Chongqing und Wanxian. Unterhalb des Drei-Schluchten-Staudammes Yichang, Wuhan-Hankou, Jiujiang, Wuhu und Nanking wichtige Binnenhäfen. Der Bau des Schiffshebewerks neben der großen fünfstufigen Schleuse wurde wegen finanzieller und technischer Probleme immer wieder verschoben. Bis 2008 soll aber ein 120 Meter langes Schiffshebewerk gebaut sein, das Schiffe von bis zu 3000 Tonnen befördern kann, um den Höhenunterschied deutlich schneller als durch die fünfstufige Schleuse für Schiffe von bis zu 10.000 Tonnen zu bewältigen.
Stauseen
Neben dem Bau des Drei-Schluchten-Staudamms gibt es ein zweites Großprojekt: „Süßwasser nach Norden“, ein Wasserumleitungssystem, durch das der unter Wassermangel leidende Norden Chinas mit Wasser aus dem Jangtse versorgt werden soll. Die erste Trasse entlang des Kaiserkanals wird bereits benutzt, soll aber noch ausgebaut werden; zwei weitere Trassen im Oberlauf des Yangtse befinden sich im Planungsstadium.
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Nebenflüsse
verwandte Themengebiete
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Fußnoten
- ↑ (Quell-Literatur: ORTLAM, D. (1991): Hammerschlag-seismische Untersuchungen in Hochgebirgen Nord-Tibets.- Z. Geomorphologie, N.F. 35,4: 385-399, 12 Abb., 1 Tab., Berlin/Stuttgart
Literatur
- Simon Winchester: Der wilde Strom - Eine Reise auf dem Yangtse, Goldmann Verlag, München 2002, ISBN 3-442-72966-1
Weblinks
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