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Jan Sladký Kozina
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Jan Sladký Kozina (* 10. September 1652 in Chodský Újezd; † 26. November 1695 in Pilsen) ist ein legendärer tschechischer Führer des Bauernaufstandes der Choden Ende des 17. Jahrhunderts.
Kozina symbolisierte den Widerstand des tschechischen Volkes während der so genannten „Zeit der Dunkelheit“, einer Epoche der Herrschaft und Unterdrückung durch die Katholische Kirche und die Deutschen.
Jan Sladký Kozina´s Geburtsname lautete Rosocha, nach einem Hof bei Rosoch, in dem er geboren wurde und aufwuchs. Die Namen Sladký und Kozina wurdem ihm erst später zugesprochen. Als 25jähriger heiratete er am 9. Mai 1678 Dorota Pelnářova, übernahm den väterlichen Hof "Kozinovo grunt" und gehörte zur mittleren Bauernschicht. Sie sollen nach historischen Aufzeichnungen als ruhiges, gottesfürchtiges und freundliches Ehepaar gelebt haben.
Er konnte weder lesen, noch schreiben, machte sich aber einen Namen durch seine Reden, in denen er auf die ungerechte Behandlung aufmerksam machte und bald zum Sprecher der Bauern wurde. Er verteidigte die Rechte der Choden und verlangte Gerechtigkeit für das ländliche Volk. Es kam zu Auseinandersetzungen mit der Obrigkeit, Kozina wurde des Straftatenbestands der Rebellion verurteilt, inhaftiert und später in Pilsen hingerichtet.
Die Figur wurde als Persönlichkeit des Widerstandes in Geschichten von Alois Jirásek und Božena Němcová verewigt. In Újezd bei Taus wurde ein Gedenkraum eingerichtet (Kozinův statek 3).
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Sladký Kozina, Jan |
| KURZBESCHREIBUNG | legendärer Führer des Aufstandes der Choden Ende des 17. Jahrhunderts |
| GEBURTSDATUM | 10. September 1652 |
| GEBURTSORT | Chodský Újezd |
| STERBEDATUM | 26. November 1695 |
| STERBEORT | Pilsen |
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