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Jan Delay

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Jan Delay (* 1976 in Hamburg), bürgerlich Jan Phillip Eißfeldt, ist ein deutscher Hip-Hop-, Reggae- und Funk-Interpret.

Inhaltsverzeichnis

Biografie

Jan Delay besuchte von 1986 bis 1995 das Helene-Lange-Gymnasium in Hamburg und machte auch dort sein Abitur.

Jan Delay ist ein Drittel der Beginner (ehemals Absolute Beginner) und bildet mit Tropf die Formation La Boom. Ein weiterer Name des Hamburgers, den er u.a. auf diversen Untergrund-Veröffentlichungen benutzte (der Eimsbush-Style Liga), ist Boba Ffett (angelehnt an den Namen eines Charakters aus Krieg der Sterne). Als Eizi Eiz oder Eißfeldt tritt er als Teil der Beginner auf, während er das Pseudonym „Jan Delay“ hauptsächlich als Solo-Künstler und in den Genres Reggae und Funk verwendet. Jan Delay (wörtl. Jan Verzögerung) ist einerseits ein Wortspiel mit dem Namen eines in den 1990ern kurzzeitig erfolgreichen Musikacts, Young Deenay, und auf der anderen Seite ein Spiel mit dem Namen eines tragenden Effekts in der Reggae/Dancehallmusik, nämlich dem Delay (mit dem Nachhall das wichtigste Stilelement im Reggae und vor allem im Dub).

Das markanteste Merkmal von Jan Delay ist seine etwas monotone, nasale Stimme. Sein Aussehen versteckt er gerne hinter Sonnenbrillen und anderen Vermummungen. Außerdem ist er für seine Vorliebe für „Nike Air Max“-Schuhe bekannt. In seinen Texten steckt viel Komik, aber oft sind sie auch gesellschaftskritisch.

Zur Vergangenheit gehört das Label Eimsbush, das er zusammen mit einigen Musiker-Kollegen gründete. Zwischen 1997 und 2003 wollte Eimsbush jungen, guten Hip-Hop-Künstlern eine Plattform für ihre Musik geben. 2003 musste das Independent-Label jedoch Insolvenz anmelden.

Sein Soloalbum Searching For The Jan Soul Rebels, welches er zusammen mit der Sam Ragga Band aufnahm, wurde von den Kritikern hoch gelobt, er mischte darin gekonnt und mitunter innovativ verschiedene Musikstile. Der Titel spielt auf das Debütalbum Searching For The Young Soul Rebels der Dexys Midnight Runners an. Produziert wurde dieses Album in enger Zusammenarbeit mit dem bekannten Produzenten Matthias Arfmann, der unter anderem auch das erste Album des bekannten Reggae-Künstlers Patrice sowie die ersten beiden Alben der Beginner mitproduzierte. Das Lied "Söhne Stammheims" musste aus rechtlichen Gründen entschärft werden und ist nur noch in einer ironischen Form erschienen, mit der er aber aufgrund des linksradikalen und die Rote Armee Fraktion verklärenden Textes trotzdem die Kritik vieler Medien auf sich zog.

Im größten deutschen Hip-Hop-Magazin Juice bekam Jan Delays Debütalbum die seltene Bestwertung „6 (von 6) Kronen“.

Am 4. August 2006 ist sein zweites Soloalbum mit dem Titel Mercedes Dance erschienen, das in Zusammenarbeit mit seiner neuen Band Disko No.1, und mit Mathias Arfmann & Tropf als Co-Produzenten entstanden ist. Dieses steht im starken Kontrast zu seinem Debütalbum, im Intro sagt Jan Delay bereits: „Reggae ist tot, jetzt ist Funk dran“. Die Platte wird von Jazztönen mit starken Funk-Elementen bestimmt. Sie erreichte in der ersten Woche Platz eins der deutschen Charts. Die Texte sind zum Teil nicht mehr so sozial-/politkritisch wie seine früheren Werke, was er im Intro ebenfalls anspricht. Zuvor wurde die Single Klar veröffentlicht.

Mit dem Song „Feuer“ nahm Jan Delay am 9. Februar 2007 für das Bundesland Hamburg am 3. Bundesvision Song Contest teil und erreichte den zweiten Platz.

Pseudonyme

  • Jan Mofo Delay
  • Jan Delay (Pseudonym als Solokünstler in Reggae und Funk)
  • Jan Eißfeldt (Hip-Hop vor und während der Bambule-Zeit)
  • Eizi Eiz (der Nachfolger von Jan Eißfeldt, meist in chartfähigen Liedern; auf dem Digger Dance Album „The Diggest“ findet sich auch die Schreibweise „Eizie Eis“, Feature im Lied „Vorsprechtermin“ von Sleepwalker ft. HH City Allstars)
  • Eißfeldt (65) (auf dem Bambule Remix-Album „Boombule“, auf dem Dynamite Deluxe Feature „Grüne Brille“ auf „Deluxe Soundsystem“, auf dem D-Flame Feature „Sorry“ und dem DJ Stylewarz Feature „Ich hab den Grössten“; auf den D-Flame Alben findet sich auch die Schreibweise „Eisfeld“), in Anlehnung an die Band Eiffel 65
  • Boba Ffett (bei der Styleliga)
  • Spliff Richard (auf einem DJ Desue Feature „Mach Mal Halblang“ zusammen mit Illo 77 und auf dem Intro von „Hamburg City Heftig Vol. 2“ zusammen mit Tropf)
  • Alfred Hitzkopf (so nennt er sich auf dem Track „K2“)
  • Mario Bassler (zusammen mit Tropf auf dem Eimsbush Tape Nr.2)
  • Flashdance (sein DJ-Pseudonym; seit neuem Mixtape mit DJ Mixwell)
  • Curtis Icefield (hatte ein paar Funk-Features unter diesem Pseudonym)
  • Neil Jan (gleiche Art von Musik wie Curtis Icefield) auf dem Album: „Universal Monstershark“ (Track: „Part of the Industry“)
  • Hans Werner Votz (Im Lied „Spiel 77“ auf dem Album „Minidisco“ von Denyo77 und auf dem neuen Track "Easy" von Denyo feat. Nico Suave)
  • im Lied „Wer Bist'n Du“ heißt es „[…] ich hab über 20 verschiedene Namen auf meinem Briefkopf […]“
  • Delay Lama (beim Konzert seiner neuen Tour mit Disko No. 1 in Göttingen und auf Mercedes Dance im Lied "Kirchturmkandidaten" und auf seiner Homepage)
  • Jens Steckfeld (laut der Biographie auf seiner Homepage)
  • Funk Zander (nach Interview)
  • Sir Dance-a-Lot (nach Interview)
  • Bernd Scheiterhaufen (nach MTV-News-Mag-Interview)
  • Izzy Eißfeldt (in „Wer bistn du?“ von den Beginnern)

Diskografie

Soloalben

Veröffentlichung Titel Chart-Positionen
DE AT CH
2001 Searching for the Jan Soul Rebels 12 21 69
2006 Mercedes Dance 1 3 2
2007 Searching... – The Dubs
2007 Mercedes Dance Re-Release mit DVD

Solosingles

Jahr Titel Album Chart-Positionen
DE AT CH
1999 Irgendwie, Irgendwo, Irgendwann
(feat. Dennis Duplate (Beginner))
2 2 5
2001 Ich möchte nicht, dass ihr meine Lieder singt Searching For The Jan Soul Rebels 80 64
2001 Vergiftet Searching For The Jan Soul Rebels
2006 Klar Mercedes Dance 20 12 15
2006 Für immer und dich Mercedes Dance 45 51 77
2007 Feuer Mercedes Dance 35 54

Kooperationen

Als La Boom mit Tropf:

  • 2002: Atarihuana

Sam Ragga Band feat. Jan Delay

  • 2002: Die Welt steht still EP

Weblinks

Wikipedia
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