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James Ensor

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James Frederic Ensor, Büste,
Künstler: Edmond de Valériola,
Standort: Ostende, Belgien

James Sidney Ensor (* 13. April 1860 in Ostende; † 19. November 1949 ebenda) war ein belgischer Maler und Zeichner, der neben Gemälden auch eine Vielzahl von Radierungen und Kaltnadelarbeiten schuf. Ensor wird auch als Vorläufer des Expressionismus gesehen. Bekannt wurde er aber als der 'Maler der Masken'.

Inhaltsverzeichnis

Leben und Werk

Ensor studierte 1877 bis 1880 an der Kunstakademie in Brüssel, brach das Studium dann aber ab, da er nach eigener Aussage das Kopieren der alten Meister als wenig kreativitätsfördernd empfand. 1880 kehrte er nach Ostende zurück, wo er sich die meiste Zeit seines Lebens aufhielt.

Ensor wurde zunächst für kurze Zeit vom Impressionismus und den Werken William Turners beeinflusst.

Sein Werk lässt sich grob in drei Phasen einteilen:

  • Die Frühzeit, in der er überwiegend als Karikaturist, Zeichner und Radierer tätig war,
  • die mittlere Phase, aus der seine Hauptwerke stammen (wie sein bekanntestes Gemälde, das Monumentalbild Einzug Christi in Brüssel (1888), das heute im J. Paul Getty Museum in Los Angeles hängt,
  • und das expressionistisch orientierte Spätwerk.

Bereits ab 1883 standen im Zentrum seines Schaffens phantastische Visionen mit Dämonen, Skeletten und vor allem immer wieder Masken, die ihn unter anderem in die Tradition von Hieronymus Bosch rücken. Ensor gilt als wichtigster Vertreter des belgischen Symbolismus.

James-Ensor-Haus

In Ensors Heimatstadt Ostende erinnert das James-Ensor-Haus an den Künstler. In dem Gebäude lebte und arbeitete er von 1917 bis zu seinem Tod im Jahr 1949. Es wurde 1973 renoviert und ist seit 1974 ein Museum der Bildenden Künste.

Fortwirkung

Ensors Werk erscheint in vielerlei Gestalt in dem in Ostende spielenden Roman Verlangen nach Musik und Gebirge (Stuttgart: Klett-Cott 2004, ISBN 3-608-93571-1) von Brigitte Kronauer.

Weblinks

vls:James Ensor
Wikipedia
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