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Jürgen Elsässer
Aus Kefk.
Jürgen Elsässer (* 1957) ist Journalist und Verfasser zahlreicher Bücher über die deutsche Außenpolitik, vor allem über die deutsche Balkanpolitik.
Elsässer war leitender Redakteur der marxistischen Tageszeitung Junge Welt. Nach Protesten gegen eine Personalentscheidung des Verlegers der Jungen Welt war er 1997 mit anderen Junge Welt-Redakteuren an der Gründung des neuen Zeitungsprojekts Jungle World beteiligt.
Später wurde er Redakteur bei dem Magazin konkret und schrieb außerdem regelmäßig unter anderem für die Allgemeine Jüdische Wochenzeitung und das Kursbuch.
Nach einem Zerwürfnis mit Hermann L. Gremliza, dem Herausgeber von konkret, in der Frage des nahenden Irakkriegs, wurde Elsässer entlassen. Er arbeitet zur Zeit hauptsächlich wieder für die Junge Welt sowie für das Online-Magazin Telepolis und die Wochenzeitung Freitag.
Jürgen Elsässer kann als einer der Begründer des antideutschen Spektrums gesehen werden. Er hat sich von diesem jedoch in den letzten Jahren wieder getrennt und kann aktuell dem antiimperialistischen Lager zugerechnet werden. So spricht er sich beispielsweise gegen die so genannte US-Aggression im Nahen Osten aus und fordert eine Revitalisierung der leninschen Imperialismustheorie.
In seiner jüngsten Publikation "Angriff der Heuschrecken" plädiert Elsässer dafür, "Modernisierungsverlierer" für eine Verteidigung des Nationalstaates gegen die "globalistischen Attacken der USA" zu mobilisieren. Das Buch wird in der Linken sehr kontrovers diskutiert. In der Jungle World, aber auch von der LINKE-Politikerin Petra Pau wurde Elsässer Populismus, Nationalismus und Homophobie vorgeworfen.[1]
Im rechten Spektrum, insbesondere bei Vordenkern der sogenannten Querfrontstrategie, werden entsprechende Publikationen von Elsässer vereinzelt positiv interpretiert und stellenweise als Aussagen vereinnahmt, die im Grunde NPD-Inhalte wiedergäben. Der sächsische NPD-Landtagsabgeordnete Jürgen Gansel sieht laut einem Beitrag für das NPD-Parteiorgan Deutsche Stimme trotz aller Differenzen mit Elsässer eine Übereinstimmung in wichtigen Punkten: "Das Entscheidende ist aber seine Absage an Randgruppenkult, US-Hörigkeit und Israel-Tümelei, ist sein Widerstand gegen Arbeitsmigration, Inländerfeindlichkeit, EU-Fremdbestimmung und Staatszerstörung."[2]
Werke
- Make Love and War, Pahl-Rugenstein Verlag, 2002, ISBN 3-89144-295-5
- Deutschland führt Krieg, Konkret Literatur Verlag, 2002, ISBN 3-93078-637-0
- Der deutsche Sonderweg, Diederichs Verlag, 2003, ISBN 3-72052-440-X
- Kriegslügen. Vom Kosovokonflikt zum Milosevic-Prozess, Kai Homilius Verlag, 2004, ISBN 3-89706-884-2, Leseprobe
- Wie der Dschihad nach Europa kam, Np Buchverlag, März 2005, ISBN 3853263763, mehr zum Inhalt
- Angriff der Heuschrecken, Verlag Pahl-Rugenstein Januar 2007, ISBN 3-89144-376-5
Quellen
- ↑ Ivo Bozic: Angst vor den Oskars, Jungle World 47/2006
- ↑ Jürgen Gansel :Querfront-Populismus droht die Linkspartei zu zerreißen, Homepage NPD
Weblinks
- Persönliche Website
- Literatur von und über Jürgen Elsässer im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Elsässer, Jürgen |
| KURZBESCHREIBUNG | Verfasser zahlreicher Bücher über die deutsche Außenpolitik |
| GEBURTSDATUM | 1957 |
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