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Ivanhoe (Roman)

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Ivanhoe ist ein 1820 publizierter Roman von Sir Walter Scott und zugleich der Name der Hauptperson des Romans, des Kreuzritters Sir Wilfrid of Ivanhoe.

Die Geschichte thematisiert die Rivalitäten in England zwischen Angelsachsen und Normannen nach dem Sieg Wilhelms des Eroberers sowie die Spätfolgen der Kreuzzüge mit der Geiselnahme des englischen Königs Richard Löwenherz in Österreich. Ebenso sind die damals existenten Vorurteile gegenüber Juden dargestellt. Robin Hood tritt unter dem Namen „Locksley“ in Erscheinung. Die normannischen Gegenspieler von Ivanhoe haben alle wohlklingende Namen, die verdeutlichen, dass der Adel Englands damals noch französisch sprach (Brian de Bois-Guilbert, Maurice de Bracy, Philippe de Malvoisin, Ralph de Vipont, Reginald Front-de-Boeuf Herr von Torquilstone). In Abwesenheit König Richards stützt sich dessen jüngerer Bruder Johann Ohneland auf die Macht dieser normannischen Ritter und Barone. Einen interessanten Gegensatz zu der düsteren Gestelt des normanischen Tempelritters (Brian de Bois-Guilbert) findet sich einerseits in dem Helden Ivanhoe und andererseits in der tragischen Rolle der Rebekka.

Im Jahr 1850 hat der Schriftsteller William Makepeace Thackeray die Geschichte mit seinem Werk Rebecca and Rowena fortgeschrieben. Weiterhin ist der Name durch den Film Ivanhoe – Der schwarze Ritter von 1952 mit Robert Taylor und Elizabeth Taylor bekannt geworden. Thematisiert wird die Geschichte eines Ritters am Hof des englischen Königs Richard. Der Film war für drei Oscars nominiert.

Es existiert eine weitere Verfilmung von 1913, und es gibt zahlreiche Nachfolger aus der jüngeren Zeit, unter anderem eine TV-Serie aus den späten 1950er Jahren mit Roger Moore in der Rolle des Ivanhoe.

In den verschiedenen Bearbeitungen des Stoffes wird die von Sir Walter Scott erfundene Figur des Ritters Ivanhoe zunehmend mit dem viel älteren Mythos um Robin Hood verwoben.

Handlung

Der angelsächsische Ritter Ivanhoe kehrt aus dem Heiligen Land nach England zurück. Da er wegen seiner Liebe zu Rowena, dem Schützling seines Vaters, von väterlichen Hof verstoßen wurde, schleicht sich verkleidet dort ein, um Rowena wieder zu sehen. Hier begegnet er einem normanischen Tempelritter und einem jüdischen Geldverleiher, die auf dem Weg zu einem Turnier sind. Ivanhoe besucht das Turnier, um den Sieg des normanischen Ritters zu verhindern. Dies gelingt ihm auch, jedoch wird er schwer verletzt. Der jüdische Geldverleiher und seine Tochter Rebecca nehmen Ivanhoe auf. Sie werden jedoch zusammen mit Ivanhoes Vater und Rowena von normanischen Ritter gefangen genommen und auf einer Burg festgesetzt. Der Tempelritter gesteht Rebecca, dass er sich ihn sie verliebt hat, sie weist ihn jedoch ab, obwohl sie in seiner Gewalt ist. Die Burg wird jedoch von Geächteten unter Führung von Robin Hood und eines Ritters, der sich als Richard Löwenherz zu erkennen gibt, angegriffen und erobert. Dem Tempelritter gelingt mit Rebecca jedoch die Flucht zu seinem Orden, wo Rebecca wegen Zauberei angeklagt wird. Ivanhoe hat sich inszwischen mit seinem Vater ausgesöhnt, darf Rowena heiraten und stellt sich als Kämpfer zur Verfügung, um Rebecca in einem Kampf gegen den Tempelritter als Gottesurteil zu verteidigen. Der Tempelritter stirbt an einem Schlaganfall.

Leseauszug

"Siehst du, Rebekka, wie sich dein kleiner, leichter Handschuh zu unserem, schweren, stählernen verhält, so verhält sich deine Sache zu der des Tempels; denn es ist unser Orden, den du herausgefordert hast." "Werft meine Unschuld mit in die Waagschale", antwortete Rebekka, "und der seidene Handschud wird den eisernen aufwiegen."


Literatur

Wikipedia
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