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Ivan Cooper

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Ivan Averill Cooper (* 1944) war ein nordirischer Politiker und Mitglied des Parlaments von Nordirland.

Bekannt wurde er vor allem als Anführer einer Demonstration gegen die Internierungen am 30. Januar 1972, der mit dem Massaker des Bloody Sundays in Derry endete.

Cooper wurde in einer protestantischen Arbeiterfamilie in Killaloo, in der Grafschaft Londonderry geboren und zog später in das Bogside genannte Viertel in Derry. Er war kurze Zeit ein Mitglied des Ulster Young Unionist Councils, bis er sich 1965 der Nothern Ireland Labour Party anschloss. Durch sein Engagement für Gewaltlosigkeit wurde er zu einer der Hauptfiguren der Bürgerrechtsbewegung Northern Ireland Civil Rights Association während der späten 1960er Jahre. Im Jahr 1968 verließ er die Labour Party und gründete das Derry Citizens' Action Committee.

Im Gegensatz zur traditionellen Politik Nordirlands, die in ein protestantisch-unionistisches und katholisch-nationalistisches Lager gespalten ist, glaubte Cooper, dass Katholiken und Protestanten zusammen arbeiten könnten, insbesondere die Arbeiterklassen beider Konfliktparteien, da diese größere gemeinsame Interessen teilen würden. Von protestantischer Seite wurde er deshalb vielfach als Verräter angesehen.

1969 wurde Cooper bei den Wahlen zum nordirischen Parlament im Wahlkreis Mittel-Londonderry gewählt. Der Wahlkreis war zuvor von der Nationalist Party gehalten worden. Cooper war später eines der Gründungsmitglieder der SDLP (Social Democratic and Labour Party) und organisierte einen Bürgerrechte- und Anti-Internierungsmarsch am 30. Januar 1972, einen Sonntag. Am Ende dieses Marsches erschossen Soldaten eines britischen Fallschirmjägerregiments 13 Demonstranten und verletzten 14 weitere. Die Soldaten erklärten, sie seien von Heckenschützen angegriffen worden. Dem widersprachen Teilnehmer des Bürgerrechtsmarsches. Ob die Erschossenen bewaffnet oder unbewaffnet waren, ist umstritten und soll in der 2007 noch nicht abgeschlossenen Saville Untersuchung geklärt werden.

Cooper erklärte in einem Interview: "Bloody Sunday hatte solch einen vernichtenden Effekt auf mein Leben, dass es ein Geist war, den ich zu Ruhe bringen musste." [1]

Nach der Vertagung des nordirischen Parlaments 1972 wurde Cooper im Wahlkreis Mid-Ulster in die Northern Ireland Assembly (1973) und die Northern Ireland Constitutional Convention (1975) gewählt. Des weiteren war er der Kandidat der SDLP in den Wahlen zum britischen Parlament in Westminster im Februar 1974 und Oktober 1974. Seine Kandidatur im Februar führte zu einer Spaltung im katholisch-nationalistischen Lager und besiegelte damit die Niederlage der unabhängigen Bernadette McAliskey, die bisher den Wahlkreis in London vertrat.

2002 verfilmte Paul Greengrass die Geschehnisse vom 30. Januar 1972 aus der Sicht des damals am Marsch beteiligten Ivan Cooper, welcher von James Nesbitt gespielt wurde. Zu diesem Film äußerte sich Cooper wie folgt:

"Ich unterstütze diesen Film, da ich glaube je mehr Leute, die diesen Film sehen, werden die Ungerechtigkeit sehen, die an diesem Tag erstens durch die [britische] Armee, und dann auch durch die Bemühungen der [britischen] Regierung selbst den Schaden, den sie angerichtet hatte, zu vertuschen, begangen wurde [...] das ist die Mission meines Lebens." [2]

Weblinks

Anmerkungen

  1. Ivan Cooper in einem Interview mit Tor Thorsen "Bloody Sunday had such a devastating effect on my life, that it was a ghost I had to lay to rest."
  2. Ivan Cooper in einem Interview mit Tor Thorsen "I assist this film, because I believe the more people who see this film will see the injustice which was done that day by the [British] Army, first of all, and then by the [British] government itself endeavoring to cover up the damage they had done. [...] that's my mission in life"
Wikipedia
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