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Iswestija

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Iswestija (russisch Известия; deutsch Nachrichten) hieß das am 28. Februar (alte Zeitrechnung) 1917 in Petrograd gegründete sowjetische Regierungsblatt. Am 26. Oktober 1917 erschien in ihr das geschichtsträchtige Dekret über den Frieden. Während die Prawda als die offizielle Stimme der Kommunistischen Partei galt, diente die Iswestija als das Sprachrohr der Regierung, wie sie vom Präsidium des Obersten Sowjet der UdSSR verkündet wurde. Damit galt sie als die angebliche Volksstimme.

Ursprünglich vertrat die Zeitung die Positionen der Menschewiki und der Trudowiki.

Die Iswestija wurde nach der Auflösung der UdSSR (damalige Auflage etwa 1,2 Millionen Exemplare) durch Privatisierung zur Aktiengesellschaft unter dem Dach von Rosbank und Lukoil.

Inzwischen versucht sie, das Renommee einer seriösen und analytischen Zeitung zu erreichen. Sie wendet sich mit einer Auflage von 230000 Exemplaren und an die gutsituierte Intelligenz und politische Elite. Heute steht sie im stark politisierten russischen Medienraum im rechten Zentrum.

Nach der Geiselnahme von Beslan im September 2004 wurde der Chefredakteur der Zeitung, Raf Schakirow, auf politischen Druck hin entlassen, weil die Zeitung zu kritisch über die Ereignisse berichtet habe.

Im Sommer 2005 wurden 50,2 % der Iswestija-Aktien an den kremlnahen Medienkonzern Gazprom-Media verkauft.

Zu den früheren Chefredakteuren gehörten unter anderem Nikolai Iwanowitsch Bucharin und Alexej Adschubej.

Weblinks

ISSN: 0233-4356

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