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Iss-Popcorn-trink-Cola-Studie

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Die fiktive „Iss Popcorn/trink Cola“-Studie erlangte Ende der 1950er Jahre durch gezielt verursachte Zeitungsenten große Bekanntheit.

Inhaltsverzeichnis

Verbreitung in den Medien

Ende der 1950er Jahre berichteten verschiedene US-amerikanische Zeitungen über den Werbefachmann James Vicary. Dieser hatte nach eigener Darstellung tausende Kinobesucher mit sogenannten subliminalen (unterschwelligen) Botschaften traktiert. Diese Botschaften („Iss Popcorn“, „Trink Cola“) seien alle fünf Sekunden für den Bruchteil einer Sekunde in die Kinofilme eingeblendet worden. Wegen ihrer Kürze konnten die Botschaften vom Publikum nicht bewusst wahrgenommen werden. Der Autor der Studie Iss Popcorn/trink Cola behauptete nun, dass durch diese Werbebotschaften, die direkt an das Unterbewusstsein der Kinobesucher gerichtet gewesen seien, der Umsatz von Cola um 18 % und der Umsatz von Popcorn um etwa 58 % gesteigert worden sei. Die Veröffentlichung brachte einen Sturm der Entrüstung hervor: Welche subliminalen Botschaften könnte man mit dieser Methode noch ins Unterbewusstsein der Menschen transportieren? Ein US-amerikanischer Bundesausschuss und der amerikanische Verband der Rundfunksender verboten daraufhin diese vermeintliche Werbemethode. Andere Länder zogen nach.

In einem Interview, das 1962 in der Zeitschrift Advertising age veröffentlicht wurde, offenbarte der Autor der vermeintlichen Iss-Popcorn-trink-Cola-Studie, dass es diese nie gegeben habe. Einziger Zweck der Zeitungsente sei es gewesen, für ein umsatzschwaches Marketing-Unternehmen neue Kunden zu gewinnen, was auch mit gutem Erfolg funktioniert hatte.

Die Iss-Popcorn-trink-Cola-Studie wurde in abgewandelter Form inzwischen tatsächlich durchgeführt und mehrfach wiederholt. Signifikante Ergebnisse derart, dass subliminale Botschaften das menschliche Handeln direkt beeinflussen, gab es nicht.

Die vielseitige Verbreitung in den Medien sorgt jedoch dafür, dass das Thema aktuell bleibt.

Literatur

  • J. C. Karremans, W. Stroebe, J. Claus (2006): Beyond Vicary's fantasies: The impact of subliminal priming and brand choice. Journal of Experimental Social Psychology (im Druck)

Siehe auch

Weblinks

Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Iss-Popcorn-trink-Cola-Studie, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
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