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2-Propanol
Aus Kefk.
| Strukturformel und Kalottenmodell | |||
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| Bild:KalottenMd 2-Propanol.png | ||
| Allgemeines | |||
| Name | 2-Propanol IUPAC: Propan-2-ol | ||
| Andere Namen |
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| Summenformel | C3H7OH | ||
| CAS-Nummer | 67-63-0 | ||
| Kurzbeschreibung | farblose Flüssigkeit | ||
| Eigenschaften | |||
| Molmasse | 60,10 g/mol | ||
| Aggregatzustand | flüssig | ||
| Dichte | 0,785 g/cm³ | ||
| Schmelzpunkt | -88,5 °C | ||
| Siedepunkt | 82,4 °C | ||
| Flammpunkt | 12 °C | ||
| Dampfdruck | 43 hPa (20 °C) | ||
| Zündtemperatur | 425 °C (DIN 51794) | ||
| Explosionsgrenzen | UEG: 2 Vol% OEG: 12,7 Vol% | ||
| Löslichkeit | beliebig in Wasser, Ethanol, Aceton, Chloroform, Benzol | ||
| Spezifische Wärmekapazität | 2,56 kJ/(kg K) | ||
| Sicherheitshinweise gemäß EU-Recht | |||
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| R- und S-Sätze |
R: 11-36-67 | ||
| MAK | 200 ml/m³ bzw. 500 mg/m³ | ||
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
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Propan-2-ol, auch als Isopropylalkohol oder Isopropanol (abgekürzt IPA) bekannt, ist der kleinste sekundäre Alkohol.
Inhaltsverzeichnis |
Physikalische Eigenschaften
Isopropanol ist eine schnell verdunstende, farblose, brennbare Flüssigkeit, die einen leicht süßlich-angenehmen, bei stärkerem Einatmen jedoch stechenden Geruch besitzt - dieser ist charakteristisch und erinnert an Krankenhäuser und Arztpraxen, da Isopropanol Bestandteil vieler Desinfektionsmittel ist. Isopropanol ist mit Wasser in jedem Verhältnis homogen mischbar und bildet ein konstant siedendes (azeotropes) Gemisch bei 80,4 °C und 12,1 % Wasseranteil.
Toxikologische Eigenschaften
Die Dämpfe wirken betäubend. Der Kontakt verursacht Reizungen der Augen und der Schleimhäute. Beim Umgang für ausreichende Lüftung sorgen. In Tierversuchen wurden keine Hinweise auf sensibilisierende oder mutagene Eigenschaften gefunden.
Herstellung
Die großtechnische Herstellung erfolgt auf zwei verschiedenen Wegen, ausgehend von Propen oder von Aceton.
Die Herstellung aus Propen erfolgt durch Hydratisierung an sauren Ionentauscherharzen als Katalysator:
Bild:IPA herstellung propen.png
Ausgehend von Aceton erfolgt die Herstellung von Isopropanol durch Hydrierung:
Bild:IPA herstellung aceton.png
Durch Umkehrung dieser Reaktion wird großtechnisch Aceton aus Isopropanol durch Oxidehydrierung erzeugt, d. h. Dehydrierung mit gleichzeitiger Oxidation des entstandenen Wasserstoffs mit Sauerstoff zu Wasser.
Verwendung
- Zusatz zu Frostschutzmitteln im Kühlsystem oder in der Scheibenwaschanlage in Autos und LKW
- Bestandteil so genannter Kraftstoffsystemreiniger, die dem Treibstoff von Kraftfahrzeugen beigegeben werden, um Rückstände und Wasser im System zu lösen
- Zusatz in Offsetdruckmaschinen mit Alkoholfeuchtwerken, um die Oberflächenspannung des Feuchtmittels herabzusetzen (so genannter 'Wischwasserzusatz')
- Lösungsmittel für Fette, Harze, Lacke, Tinte
- Herstellung von Desinfektionsmitteln (70%iger IPA in Wasser besitzt beispielsweise eine höhere Wirkung als entsprechend verdünnter Ethanol)
- Lösungs- und Verdünnungsmittel in kosmetischen und pharmazeutischen Zubereitungen
- Extraktion und Reinigung von Naturprodukten
- Lösungsmittel zur Kristallisation und Reinigung organischer Substanzen
- Reinigungsmittel in Industrie und Haushalt/Fettlöser
- Entschäumungsmittel
- Herstellung von Aceton (Meerwein-Ponndorf-Verley-Reduktion)
- Herstellung von Isopropylamin
- Entfernung von Wärmeleitpaste auf der CPU
- Zur Reinigung von CCD-Sensoren von digitalen Spiegelreflexkameras (Alternative: Methanol)
- Zur Reinigung des Tonabnehmers/ der Abtastnadel eines Plattenspielers.
- Zum Nass-Abspielen von Schallplatten: 50% Isopropanol gemischt mit 50% destilliertem Wasser.
- Präzipitation von Nucleinsäuren
Isomere
Das einzige Isomer von 2-Propanol ist 1-Propanol.
Weblinks
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