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Isonzo
Aus Kefk.
| Isonzo | |
|---|---|
|
Soča bei Kobarid | |
| Daten | |
| Lage | Slowenien |
| Länge | 140 km |
| Quelle | julische Alpen |
| Quellhöhe | 1100 m |
| Mündung | bei Triest in die Adria |
| Mündungshöhe | 0 m |
| Höhenunterschied | 1100 m |
| Einzugsgebiet | 3.400 |
| Großstädte | Triest |
| Mittelstädte | Bovec |
Der Isonzo (italienisch; slowenisch: Soča, deutsch: Sontig) ist ein Fluss in Slowenien und in der italienischen Region Friaul.
Inhaltsverzeichnis |
Der Fluss
Die Soča entspringt am Fuße des Travnik (2379 m.ü.A.) im Mangart-Jalovec Massiv in den Julischen Alpen, hat eine Länge von 140 Kilometern und mündet westlich der Stadt Triest in die Adria.
Die Soča entspringt aus einer Karstquelle im Nordwesten Sloweniens im Nationalpark Triglav nahe des Vršič-Passes (1611 Meter), der den Ort Trenta an der Soča, mit Kranjska Gora (Kronau) auf der anderen Seite des Nationalparks Triglav, verbindet. In der Höhe des Ortes Soča mündet die Lepena, ein linker Nebenfluss, in der Nähe von Bovec mündet die Koritnica, ein rechter Nebenfluss der Soča.
Von der Lepena-Mündung an bis zum Ort Kobarid ist die Soča ein Anziehungspunkt für Wassersportler, u.a. wegen einiger herausfordernder Wildwasserstrecken. Angler schätzen das reiche Vorkommen der Marmorataforelle.
Die Soča selbst ist einer der atemberaubendsten Wildflüsse Europas, kristallklar und türkisblau. Durch die besondere Lage der Soča (das Tal ist nach Süden zum Mittelmeer hin geöffnet) ist dort das Klima sowohl im Frühjahr, als auch noch im Spätsommer ausgesprochen mild.
Der Fluss fördert riesige Mengen Geröll in die Adria. In der Küstenebene von Friaul bildet der Fluss ein für diese Region typisches breites Schotterbecken (Torrente), das sich bei jedem Hochwasser ändert und lange Brücken erfordert – im Sommer hingegen fließt dort nur ein kleines Rinnsal.
Die zwölf Isonzoschlachten
Als im Ersten Weltkrieg Italien am 23. Mai 1915 Österreich-Ungarn den Krieg erklärte und dann angriff, bildete sich von den Dolomiten bis zum Isonzo im Osten eine z.T. im Hochgebirge liegende neue Front. Im Juni 1915 wurden im Ostabschnitt, in dem Tal des Isonzo die erste Isonzoschlacht von vier in diesem Jahr, 1916 dann weitere fünf und 1917 noch zwei Offensiven vergeblich gestartet. Den Italienern gelang damit nicht der Durchbruch in Richtung Triest und Laibacher Becken. Die insgesamt elf italienischen Offensiven forderten hunderttausende Tote, ohne dass der italienische Generalstab auch nur irgendwelche größeren Geländegewinne erzielen konnte. Ende Oktober 1917 gelang aber mit der zwölften österreichischen Offensive – von der 14. Deutschen Armee unterstützt – der Durchbruch bei Bovec (Flitsch), Kobarid (Karfreit) und Tolmin (Tolmein). Die Schlacht (von den geschlagenen Italienern "battaglia di Caporetto" und von den siegreichen Mittelmächten u.a. als "das Wunder von Karfreit" bezeichnet) endete mit dem Erreichen des Piave durch die verbündeten Truppen am 10. November 1917. U.a. nach Plänen des jungen Oberleutnants Erwin Rommel wurden in einem blitzkriegartigen Angriff die italienischen Einheiten weit zurückgeworfen (Anm.: Rommel war nicht an der Planung jedoch an der Schlacht selbst beteiligt. Mit seiner Einheit eroberte er den Berg Matajur Erwin Rommel#Rommel im Ersten Weltkrieg|und trug damit zum Gelingen der Offensive bei). Erst am hochwasserführenden Piave fraß sich der die Italiener vor sich her treibende Angriff der österreichischen und deutschen Truppenverbände wieder fest. Die so auch erfolgte Verkürzung der Südwestfront um 150 km brachten den Armeen der Mittelmächte] (da sie parallel zum Friedensvertrag von Brest-Litowsk mit Russland erfolgte) eine militärische Atempause bis zum Frühjahr 1918. Eine im Juni 1918 vorgetragene letzte Offensive der k.u.k. Armee über den Piave brach aber schon nach wenigen Tagen erfolglos und aufgrund der sich abzeichnenden militärischen Erschöpfung der Mittelmächte zusammen.
Heute finden manchmal grenzübergreifende Gedenkfeiern für die vielen Gefallenen statt, und manche der alten Militärpfade im Hochgebirge (insbesondere in den Dolomiten, aber auch in den Karnischen Alpen) wurden gemeinsam von Organisationen und Jugendgruppen für Bergsteiger als Friedenswege für die Hochgebirgswanderer wieder hergestellt.
siehe auch: Gebirgskrieg 1915–1918
Weinbau am Isonzo
siehe hierzu den Artikel Isonzo (Wein).
Literatur
- Marko Simić: Auf den Spuren der Isonzofront, Mohorjeva Hermagoras, Klagenfurt-Laibach-Wien 2004; ISBN 3-85013-884-4
Siehe auch
Weblinks
| <imagemap>-Fehler: Bild ist ungültig oder nicht vorhanden | Commons: Soča – Bilder, Videos und/oder Audiodateien |
- Flussführer
- Fotos zur Soca und zur Region der Julischen Alpen
- Erster Weltkrieg (italienische Website in englischer Sprache, daher nur elf Schlachten!)
- Isonzoschlachten – inklusive eines Verzeichnisses und Karten
- Isonzoschlachten – Kartenvec:Isonzso
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