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Otto von Loeben

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Isidorus Orientalis

Otto Heinrich Graf von Loeben (* 18. August 1786 in Dresden; † 3. April 1825 in Dresden) war ein deutscher Dichter der Romantik, bekannt unter dem Pseudonym Isidorus Orientalis. Er war Freund und Wegbereiter von Joseph von Eichendorff und Ernst Friedrich Georg Otto von der Malsburg.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Loeben wird 1786 als Sohn des kurfürstlich-sächsischen Kabinettsministers und Staatssekretärs Otto Ferdinand Graf von Loeben und dessen Frau Maria Karoline, einer Tochter des königlich schwedischen Kanzlers in Pommern, in Dresden geboren. Auf Wunsch des Vaters studiert er in Wittenberg die Rechtswissenschaften und übersiedelt nach Abbruch des Studiums nach Heidelberg, wo er sich unter dem Namen "Isidorus Orientalis" Ansehen unter einigen Dichtern, vor allem Mitgliedern der Romantischen Schule, verschafft. Dort lernt er 1807 Joseph von Eichendorff kennen, den bald eine große Freundschaft mit ihm verbindet. Unter dem Namen "Florens", Loebens Kosename für ihn, veröffentlicht Eichendorff seine ersten Schriften.

Loeben selbst steht während dieser Zeit überwiegend unter dem Einfluss von Friedrich und August Wilhelm Schlegel, sowie Novalis, der sein großes Vorbild ist. 1813 tritt er in das Banner der freiwilligen Sachsen ein und erlebt wahrscheinlich persönlich, wie 62 Mitglieder dieser Organisation am 12. April 1814, bei dem Versuch in Miltenberg über den Main zu kommen, ertrinken. Tief betroffen verfasst er daraufhin die Grabinschrift des sog. Sachsengrabes in Miltenberg. Da der junge Graf und seine Familie durch den Krieg starke Verluste hinzunehmen haben, verschlechtert sich seine finanzielle Lage zunehmend. Nach Ende des Krieges gehört er zum Freundeskreis der Dichterin Elisa von der Recke in Dresden und heiratet dort Johanne Viktoria Gottliebe Gräfin Bessler, die Ehe bleibt jedoch kinderlos. 1825 stirbt Otto von Loeben im Alter von 39 Jahren.

Werke

Loeben verfasste unter dem Namen Isidorus Orientalis einige Erzählungen und Romane (Guido, 1808), sowie zahlreiche romantisch-sentimentale Gedichte, die überwiegend von Novalis beeinflusst sind. Seine 1821 erschienene Dichtung Der Lureleyfels hat vermutlich Heinrich Heine zu dessen Loreley-Gedicht veranlasst.

Sonette:

  • An die Griechen
  • Blühen
  • An Florenz
  • An Novalis
  • Claude Lorrain
  • Das Sonett
  • Hohe Demut
  • Das Mittelalter

Balladen:

  • Der Tod beim Hochzeitstanz*

Siehe auch

Weblinks

Wikipedia
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