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Irschen

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Wappen Karte
Bild:Wappen at irschen.png Bild:Map at irschen.png
Basisdaten
Bundesland: Kärnten
Politischer Bezirk: Spittal an der Drau (SP)
Fläche: 33,35 km²
Geografische Lage: Koordinaten: 46° 45' N 13° 01' O46° 45' N 13° 01' O
Höhe: 809 m ü. A.
Einwohner: 2.089 (Volkszählung 2001)
Postleitzahl: 9773
Vorwahl: 0 47 10
Gemeindekennziffer: 2 06 11
Gemeindeamt: Irschen 41
9773 Irschen
Offizielle Website: www.irschen.at
Politik
Bürgermeister: Gottfried Mandler (SPÖ)
Gemeinderat (2003)
19 Mitglieder
10 SPÖ, 7 ÖVP, 2 Sonstige

Irschen ist eine Gemeinde im Bezirk Spittal an der Drau in Kärnten.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Irschen liegt im oberen Teil des Drautales, es ist der vorletze Ort zur Grenze Osttirols, 110 km von Klagenfurt, 120 km von Salzburg, 140 km von Innsbruck und 310 km von Wien entfernt. Der Lage auf einer kleinen Anhöhe wegen wird Irschen oft als „Meran Kärntens“ bezeichnet.

Gemeindegliederung

Irschen ist in die drei Katastralgemeinden Irschen, Rittersdorf und Simmerlach gegliedert. Das Gemeindegebiet umfasst folgende 15 Ortschaften:

  • Glanz (116)
  • Gröfelhof (263)
  • Griebitsch (38)
  • Hintergassen (76)
  • Irschen (430)
  • Leppen (41)
  • Mötschlach (82)
  • Pflügen (13)
  • Pölland (60)
  • Potschling (51)
  • Rittersdorf (206)
  • Schörstadt (82)
  • Simmerlach (442)
  • Stresweg (125)
  • Weneberg (55)

Nachbargemeinden

Rangersdorf
Oberdrauburg Bild:Windrose klein.png Dellach im Drautal
Kötschach-Mauthen

Geschichte

Aus Potschling sind Steinbeile und hallstattzeitliche Bronzefunde bekannt und belegen eine vorrömische Besiedlung. Die Topographie spricht für eine Höhensiedlung am Trenker Bichl, wobei es sich um das keltische Idunum handeln kann. Es darf angenommen werden, dass die ersten Kontakte Roms mit den Alpenkelten auf einem Fürstenhof in Irschen stattgefunden haben. Die etruskischen und venetischen Metallhändler – das Kupfer aus dem Virgental war besonders gefragt – hatten gute Beziehungen zu den Alpenkelten und werden die Wegbereiter für Rom gewesen sein. Über den Plöckenpass führt der kürzeste Weg in die Ostalpen und nach Italien.

Irschen wurde möglicherweise schon im Jahr 805 als „Ursen“ urkundlich erwähnt, eine gesicherte erste Erwähnung der Festung als „castrum Ursen“ stammt aus den Jahren 1081 bis 86.

Der Ortsname Irschen ist einer der wenigen mit romanischem Ursprung, er leitet sich womöglich vom Personennamen „Ursus“ (lat. für Bär) ab, und kann auf den „dux Ursus“, den römischen Oberbefehlshaber für Noricum zur Zeit der Ostgotenherrschaft zurückgeführt werden. Mit seiner Frau Ursina hat er, in Erfüllung eines Gelübdes, den bekannten Mosaikboden in der Friedhofskirche von Teurnia (St. Peter in Holz) gestiftet. Um 500 wurde Virunum am Zollfeld aufgegeben und die Hauptstadt nach Teurnia verlegt.

Unter Ursus dürfte es, um den Zugang nach Italien zu sichern, zum Ausbau der strategischen Stelle im Raum Irschen, zur Errichtung des „castrum Ursen“ gekommen sein. Es ist anzunehmen, dass die Römerstraße Via Iulia Augusta vom Gailberg her kommend, bei Potschling ins Drautal einmündete und sich dort eine römische Straßenstation befand. Der Fluss- und Talübergang wurde vom Burgbichl (vor den Kesselwänden südlich der Draubrücke) aus überwacht. Die Lage vom Schloss Stein wird auch in diesem Zusammenhang zu erklären sein; es wurde auch im Mittelalter als Mautschloss genannt.

Mit dem Aufkommen der Grafen von Görz und deren Errichtung der Mautstation Oberdrauburg mit Straßenanschluss zum Gailbergsattel verfiel der Straßenknoten in Potschling sowie das castrum Ursen.

Zwischenzeitlich gehörte der Bergbau zur größten Einnahmequelle in Irschen. Dem Abbau von Gold folgte der Silber-, Kupfer-, Eisen- und Bleibergbau in Ranach, bei St. Johann und in der Scheinitz. In der Zeit des – mittlerweile mangels Rentabilität eingestellten – Metallabbaus entstanden die heute zur Gemeinde Irschen gehörigen Ortschaften Weneberg, Leppen und Hintergassen.

Ab Mitte des 18. Jahrhunderts eröffneten die ersten Fremdenverkehrsbetriebe in Irschen, der (Sommer-)Tourismus entwickelte sich bis heute zu einer wichtigen Wirtschaftsfaktor der Gemeinde (ca. 55.000 Übernachtungen jährlich).

Bevölkerung

Laut Volkszählung 2001 hat Irschen 2.080 Einwohner, davon sind 98,4 % österreichische Staatsbürger. 97,0 % der Bevölkerung bekennen sich zur römisch-katholischen und 1,4 % zur evangelischen Kirche, 0,5 % sind ohne religiöses Bekenntnis.

Bildung

Es gibt in Irschen einen Kindergarten und eine Volksschule.

Politik

Der Gemeinderat besteht aus 19 Mitgliedern und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2003 aus Mandaten der folgenden Parteien zusammen:

  • 10 SPÖ – stellt den Bürgermeister
  • 7 ÖVP – stellt den Vizebürgermeister
  • 2 Sonstige

Weblinks

Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Irschen, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
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