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Ionische Ordnung
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In Attika entwickelte sich die attisch-ionische-Ordnung deren charakteristisches Unterscheidungsmerkmal im Gegensatz zur kleinasiatisch-ionischen-Ordnung das Figurenfries (Zophoros) über dem Gebälk ist.[1]
Die Spielart der römischen Architektur wird als römisch ionische Ordnung bezeichnet. Eine barocke Variante der ionischen Ordnung wird auch deutsche Säulenordnung genannt.
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Historische Entwicklung
Der Name der Ordnung ist abgeleitet von den Ioniern, einem Volk Griechenlands. Nach dem Eindringen der Dorier (Dorische Wanderung) wichen sie vorwiegend nach Osten, auf die Inseln der Ägäis und an die Küsten Klein-Asiens aus. Ferner konnten sie sich im Gebiet um Athen gegen die Dorier behaupten. Dort entfaltete sich der Ionische Baustil für die griechischen Tempel.
Die ersten ionischen Säulenordnungen sind im 6. Jh. v. Chr. zu finden.
Aufbau der ionischen Ordnung
Der Aufbau der ionischen Ordnung entspricht in Grundzügen der dorische Ordnung. Doch unterscheidet sich die ionische Ordnung in einigen Punkten von der dorischen Ordnung.
Sockel
Der Sockel (Fundament) eines Gebäudes ionischer Ordnung besteht aus dem Stereobat (Gründung), das nur an der geglätteten Oberkante (Euthynterie) sichtbar ist, und der Krepis (Stufenunterbau) mit ihren drei Stufen. Die oberste Stufe wird als Stylobat bezeichnet und dient als Unterlage für die aufstrebenden Säulen.
Säule
Die Säule erhebt sich nicht wie in der dorischen direkt von der obersten Stufe (Stylobat) des dreistufigen Unterbaus (Krepidoma), sondern besitzt eine Basis. Die Basis besteht aus der Plinthe, einer quadratischen Bodenplatte, und einer Folge von waagerechten Tori (Wulsten) und Trochili (Hohlkehlen), mindestens aber zwei Tori mit einem Trochilus dazwischen. Die Säulen sind schlanker und verjüngen sich nur leicht.
Auch die Kannelierung der Säule unterscheidet sich von der dorischen: ein Steg liegt zwischen den einzelnen Vertiefungen. Man spricht hier von Stegkannelierung oder Stumpfkannelierung.
Der Echinus ist zierlicher und als Eierstab gebildet, darunter liegt noch ein schmaler Perlstab. Oberhalb des Echinus liegt das typische Pulvinium mit seitlichen Voluten, ein Polster, das seitlich zu Schnecken eingerollt ist. Der Abakus ist flach und kleiner als das Pulvinium. Das Gebälk ist zweigeteilt in den Epistyl mit drei leicht vorkragenden Stufen (Fasciae) und ein Gesims mit Zahnschnitt oder einen Fries mit Reliefs.
Damit ist die ionische Säule für die Vorder- oder Frontalansicht konzipiert, nicht wie die dorische für die Ansicht von allen Seiten.
Gebälk
Der Architrav des ionischen Tempels ist nicht glatt, sondern durch so genannte Fascien dreifach horizontal gegliedert. Die Frieszone bildet ein einziges, zusammenhängendes, durchlaufendes, reliefgeschmücktes Band.
Architekturgeschichte
Der römische Architekturtheoretiker Marcus Vitruvius Pollio (Vitruv) erläutert, dass die dorische Säule mit ihrer gespannten Kraft dem männlichen, die ionische mit ihrem geschmeidigen Kapitell dem weiblichen Körper entspricht, und sieht in ihr die frauliche Schlankheit.
Leon Battista Alberti beschreibt sie als Proportion von 8:1, also als Verhältnis der Höhe zur Schaftbreite.
Siehe auch
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