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Interpunktion (Kommunikation)
Aus Kefk.
Unter Interpunktion werden in der Kommunikationsforschung subjektiv empfundene Startpunkte innerhalb eines ununterbrochenen Austausches von Mitteilungen während einer zwischenmenschlichen Kommunikation verstanden. Die Verwendung dieses Begriffes geht auf eine gemeinsame Arbeit[1] von Gregory Bateson und Don D. Jackson zurück. Paul Watzlawick, Janet H. Beavin und Don D. Jackson formulierten daraus das dritte metakommunikative Axiom:
- Die Natur einer Beziehung ist durch die Interpunktion der Kommunikationsabläufe seitens der Partner bedingt.
Weichen die Meinungen über die Interpunktionen ab, können Beziehungskonflikte entstehen.
Beispiel: In einer Ehe streiten sich beide Partner. Der Mann legt eine eher passiv-zurückgezogener Haltung an den Tag, während die Frau zu übertriebenem Nörgeln neigt. Es entsteht eine endlose Schleife. Grafisch wäre dies als Kreis darstellbar oder als endlose Folge. Der Anfangspunkt in der Grafik ist willkürlich gewählt.
- Sicht des Ehemanns: Seine Haltung begründet er als einzig mögliche Verteidigung gegen ihr Nörgeln
- Sicht der Ehefrau: Ihre Haltung begründet sie als Reaktion auf seinen Rückzug
Literatur
Watzlawick, P., Janet H. Beavin, Don D. Jackson: Menschliche Kommunikation. Formen, Störungen, Paradoxien. Huber, Bern 2000 ISBN 3456834578
Quellen
- ↑ Bateson, G., Jackson, D. D.: Some Varietes of Pathogenic Organization. In Rioch, D. (Hrsg.): Dissorders of Communication. Bd. 42, Research Publications. Association for Research in Nervous und Mental Disease, 1964, S. 270 - 283
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