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Interne Kommunikation

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Als Interne Kommunikation wird die verbale und nonverbale Kommunikation zwischen Angehörigen einer bestimmten Gruppe oder Organisation verstanden, mit Sinn und Zweck der Optimierung organisatorischer Abläufe, Informationsverbreitung und Austausch. Damit ist die interne Kommunikation einer von zwei Teilbereichen der Unternehmenskommunikation.

Grundsätzlich können zwei verschiedene Arten interner Kommunikation unterschieden werden: die formelle Kommunikation und die informelle Kommunikation.

Formelle interne Kommunikation

Grundsätzlich unterscheidet sich ein einzelner Kommunikationsprozess in Unternehmen nicht von einer Kommunikation im privaten Bereich, d.h. die allgemeinen Grundlagen der Kommunikation haben auch hier ihre Wirkung. Jedoch ergeben sich insgesamt Unterschiede durch bestimmte in Unternehmen bestehende Rahmenbedingungen. Die geplante Kommunikation in Unternehmen ist nicht frei gestaltbar, sondern determiniert sich durch die organisatorischen Vorgaben und Regeln, diese geben sowohl Form und Inhalt, als auch den Ablauf der Kommunikation vor. Daher nennt man diesen organisierten Teil der internen Kommunikation formell.

Merkmal dieser formellen Kommunikation ist es, dass sie meist dauerhaft und personen-unabhängig organisiert ist, um einen reibungslosen innerbetrieblichen Kommunikationsfluss zu gewährleisten. Die Pflicht zur formellen Organisation der Kommunikationsprozesse ergibt sich dabei beispielsweise aus dem Betriebsverfassungsgesetz. So sind nach §§ 81-83 die Arbeitgeber verpflichtet, die Arbeitnehmer über ihre Arbeitsaufgaben, Gefahren, Personalunterlagen, etc. zu informieren. Über diese Pflichtkommunikation hinaus werden jedoch alle Unternehmen versuchen, die interne Kommunikation zur Optimierung ihrer organisatorischen Abläufe zu nutzen.

Die klassischen Medien der formellen Internen Kommunikation sind das Mitarbeitergespräch, die Betriebsversammlung, der Aushang am Schwarzen Brett, die Newsletter, Verlautbarungen über das Intranet und die Mitarbeiterzeitschrift, während Business TV neue Möglichkeiten der formellen internen Kommunikation sind.

Informelle interne Kommunikation

Über die Merkmale der formellen Kommunikation hinaus zeichnet sich die Interne Kommunikation noch durch einen informellen Anteil aus, der den gesamten nicht vorgeschriebenen und organisatorisch geregelten Anteil umfasst. In der Vergangenheit wurde dieser, häufig als "Flurfunk" bezeichneter Anteil als unzuverlässig, wenig berechenbar und daher als Störung der formellen Kommunikation verstanden und es wurde versucht, diese informelle Kommunikation weitestgehend zu unterbinden.

Erst nach Bekanntwerden des sogenannten Hawthorne-Effekts wurde deutlich, dass die menschliche Arbeitsleistung wesentlich auch durch soziale Faktoren geprägt wird und somit auch die informelle Kommunikation dazu beiträgt, die Effizienz von Unternehmen zu erhöhen.

Literatur

  • Francoise Cantin: Die innerbetriebliche Kommunikation verstehen und gestalten, Bern, 1999 ISBN 3258060843
  • Tobias Cohrs: Interne Kommunikationsprozesse, Göttingen, 2004 ISBN 3925327789
  • Nathalie Noll: Gestaltungsperspektiven interner Kommunikation, Wiesbaden, 1996 ISBN 3409132783
  • Oliver Bendel: Richtig kommunizieren: Optimierung betrieblicher Kommunikation aus ganzheitlicher Sicht. In: manage it, 4/2004. S. 86 - 89.
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