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Internationale Arbeiterhilfe

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Die Internationale Arbeiterhilfe (IAH) war eine KPD-nahe Organisation, die in den 1920er und frühen 1930er Jahren Sozialleistungen für Arbeiter bereitstellte und verschiedene proletarische Filmproduktionsgesellschaften unterhielt bzw. ins Leben rief. Ihre Zentrale hatte die IAH in Berlin.

Inhaltsverzeichnis

Gründung

Gegründet wurde die IAH am 12. August 1921 als Reaktion auf einen Aufruf von Lenin, der anlässlich einer Dürre- und Hungerkatastrophe im Wolgagebiet um internationale Unterstützung warb. Ihr Initiator Willi Münzenberg hatte sich innerhalb der Linken bisher als engagierter Jugendfunktionär empfohlen. Präsidentin der Organisation war bis zu ihrem Tode 1933 die Politikerin und Frauenrechtlerin Clara Zetkin.

Aktivitäten

In den folgenden Jahren unterstützte die IAH Arbeiter in Deutschland und anderen Ländern bei Streikkämpfen, aber auch bei Kriegen, Bürgerkriegen und Naturkatastrophen durch Verteilung von Kleidung, Lebensmitteln und Geld. Ihre finanziellen Ressourcen gewann sie mit Hilfe von Spendenaufrufen. Weitere Mittel wurden aus Kolchosen und Industriebetrieben erwirtschaftet, die die IAH in der Sowjetunion unterhielt.

Filmproduktionen

Da Münzenberg bereits frühzeitig das Potenzial filmischer Propaganda erkannte, war ein weiteres Arbeitsgebiet der IAH der Import sowjetischer Filme sowie die Produktion eigener Filme. 1922 gründete Münzenberg in Berlin die Aufbau Industrie und Handels AG. Die Firma diente vor allem dem Aufbau der sowjetischen Filmproduktion, ihr war jedoch auch ein von Hermann Basler geleitetes Filmamt angegliedert, das im März 1923 mit „Polikuschka“ (Regie Alexander Sanin, 1922) erstmals einen sowjetischen Film in deutsche Kinos brachte. Nachdem die IAH sich bereits seit 1924 an dem sowjetischen Produktionsunternehmen „Russ“/„Meschrabpom-Russ“ beteiligt hatte, übernahm sie die Firma 1928 ganz und benannte sie in „Meschrabpom-Film“ um. Als die Reichsregierung Deutschland durch Kontingentbestimmungen gegen den Import ausländischer Filme abzuschotten begann, gründete die IAH 1924 in WienÖsterreich bot sich aus verschiedenen Gründen als Brückenland an – selbst eine Produktionsgesellschaft, die Prometheus Film, die an ihrem österreichischen Standort allerdings nur einen einzigen Film hervorbrachte: Kurt Bernhardts Regiedebüt „Namenlose Helden“ (1924). Ihre eigentliche Aktivität entfaltete die Firma erst nach der Eröffnung ihrer Berliner Filiale, die Anfang April die meisten Funktionen der stillgelegen Wiener Zentrale übernahm und später Filme wie z. B. Kuhle Wampe (1931/32) produzierte. 1928 gründete die IAH auch das auf die Produktion kommunistischer Dokumentarfilme spezialisierte Filmkartell "Weltfilm" GmbH.

Die IAH wurde von zahlreichen linken Intellektuellen unterstützt, darunter Martin Andersen-Nexö, Henri Barbusse, Maxim Gorki, George Grosz, Maximilian Harden, Arthur Holitscher, Käthe Kollwitz, George Bernard Shaw, Upton Sinclair und Ernst Toller.

Nach dem nationalsozialistischen Regierungsantritt 1933 musste die IAH ihre Tätigkeit einstellen.

Siehe auch

Weblinks

Wikipedia
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