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International Watch Company

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Bild:Portugaise IWC.jpg
Die Portugieser Kollektion. Eine der erfolgreichsten Kollektionen der IWC Schaffhausen.

Die International Watch Company (IWC) ist ein Uhrenhersteller für Armband- und Taschenuhren im gehobenen Marktsegment aus Schaffhausen in der Schweiz.

Klassische mechanische Komplikationen, wie Gangreserve, Mondphase, Minutenrepetition und Ewiger Kalender werden in voller Fertigungstiefe beherrscht, somit zählt IWC zu den wenigen wirklichen Uhrenmanufakturen. Berühmte Produkte sind die magnetisch abgeschirmte Fliegeruhr Mark XI, die fast 25 Jahre lang als Dienstuhr der britischen Luftwaffe R.A.F. Verwendung fand, die Flieger-Chronographen, die Portugieser-Uhr, die erst 1955, dann erneut 1975 präsentierte, magnetisch abgeschirmte Ingenieur und der 1985 vorgestellte Automatikchronograph Da Vinci mit Mondphasenanzeige, ewigem Kalendarium und Jahresanzeige. IWC engagierte Mitte der Siebziger Jahre den bekannten Uhrendesigner Gérald Genta für die Gestaltung der Ingenieur. Das Unternehmen beschäftigt rund 500 Mitarbeiter und hat eine Jahresproduktion von 50'000-60'000 Uhren.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Das 1868 vom amerikanischen Uhrmacher Florentine Ariosto Jones mit Hilfe des Industriepioniers Heinrich Moser gegründete Unternehmen hatte es in der deutschsprachigen Ostschweiz gewagt, gegen die Hausmacht schon etablierter Uhrenhersteller aus dem Jura und rund um den Genfer See anzutreten. Auf zwei erlittene Konkurse in den Gründungsjahren folgte eine von einer latent angespannten Finanzlage geprägte Phase. Es ist erstaunlich, dass all diese widrigen Umstände zu keiner Zeit erkennbare Auswirkungen auf den hohen Standard der innovativen Fertigungstechnik und der Produkte hatten, was dazu führte, dass die Schaffhauser Uhren in Deutschland ebenso wie auch in den USA einen sehr guten Ruf genossen. Dort wurden sie, wie der Ausdruck "It's like a Patek" (gemeint ist der Genfer Luxusuhrenhersteller Patek Philippe) belegt, zu den hochwertigen Schweizer Uhren gezählt.

Noch heute ist das Unternehmen auf hochwertige Luxusuhren spezialisiert. Es gehört zur Uhrengruppe LMH (Les Manufactures Horlogères S.A.), zu der unter anderem auch Jaeger-LeCoultre und A. Lange & Söhne gehören. LMH wiederum ist seit dem Jahr 2000 eine Tochtergesellschaft des Schweizer Luxusgüterkonzerns Richemont.

Nachdem IWC während des Quarzuhrenbooms der 1970er und 1980er Jahre viele Marktanteile verloren hatte, erfolgte unter Günter Blümlein ein wirtschaftlicher Wiederaufstieg, indem sich die Firma wieder auf klassische mechanische Komplikationen spezialisierte. Außerdem entstand in Zusammenarbeit mit Ferdinand Alexander Porsche eine neue Produktlinie im funktionellen Porsche Design.

IWC und Mercedes

In Zusammenarbeit mit IWC legte Mercedes-Benz im Jahr 2005 ein auf 55 Stück limitiertes Modell des Mercedes CLS 55 AMG auf. Der CLS 55 AMG "IWC Ingenieur" verfügte über einige exklusive Extras, die nur in dieser Edition erhältlich waren. Jeder der 55 CLS-Besitzer erwarb gleichzeitig mit dem Automobil auch die Berechtigung, einen Chronographen aus einer ebenfalls auf 55 Stück limitierten Serie aus dem Hause IWC zu kaufen, den AMG Ingenieur.

Pellaton-Automatik

Eine technisch faszinierende Besonderheit für Uhrmacher und Fachleute stellt die Konstruktion des automatischen Aufzugs von Albert Pellaton mit einem Excenter und zwei großen Klinken dar, die in den IWC Serien Kalibern 852 produziert wurde. Der halbkreisförmige Rotor vollführt durch die Gewichtsverlagerung zum Erdmittelpunkt hin eine ständige Drehbewegung in beide Richtungen und bewegt mit dem darauf befestigten herzförmigen Excenter eine Wippe mit zwei Rubinröllchen und zwei großen Klinken. Durch die Bewegung der Wippe ziehen die beiden Klinken das mit dem Federkern verbundene Räderwerk auf. Im Gegensatz zu den weit verbreiteten Automaten mit Klinkenrädern besticht die beachtliche Konstruktion von Albert Pellaton durch ihre schlichte und transparente Mechanik und bescherte schon sehr früh die Möglichkeit, die Drehbewegungen des Rotors effizient auszunutzen und die Uhr somit dauerhaft mit Energie zu versorgen.

Weblink: Artikel zur Pellaton Automatik


Literatur

  • Christian Pfeiffer-Belli/Rüdiger Bucher, Die Fliegeruhren von IWC, Ebner-Verlag 2006, ISBN-13: 978-3871880704

Weblinks

Wikipedia
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