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Interaktive Medien
Aus Kefk.
Als interaktive Medien bezeichnet man synchrone und asynchrone technische Kommunikationsmittel, die nichtlinear genutzt werden können. Ob ein Medium (s. Publikation) interaktiv genutzt werden kann, ist keine binäre Ja-Nein-Entscheidung, sondern eine graduelle; sinnvoll ist es, nach dem Grad der Interaktivität verschiedene Interaktivitätslevel zu unterscheiden.
AV-Medien wie Hörfunk und Fernsehen können zwar interaktive Elemente aufweisen, haben jedoch ein sehr niedriges Interaktivitätslevel; die Kommunikation erfolgt weitgehend unidirektional, da es keinen vollwertigen Rückkanal gibt. Stärkere interaktive Eigenschaften hat das interaktive Fernsehen und die DVD; noch ausgeprägter wird der Grad der Interaktivität bei Multimedia-Anwendungen und bestimmten Internet-Diensten. Das Internet ist ein Beispiel für ein hochgradig interaktives Medium, da es über Rückkanäle verfügt und so bidirektionale Kommunikation ermöglichen kann.
Seit 1995 beobachten Medienforscher eine zunehmende Interaktivierungstendenz auf Seiten der Medien und der Rezipienten, die sich wechselseitig beeinflussen. Entsprechend entwickeln sich die Mediennutzungstypen immer weiter auseinander: auf der einen Seite die eher passiven Rezipienten von Massenmedien und auf der anderen Seite die aktiv Mitgestaltenden.
