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Integrität
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Integrität ist eine ethische Forderung des philosophischen Humanismus, nämlich die Übereinstimmung zwischen idealistischen Werten und der tatsächlichen Lebenspraxis, nicht in jedem kleinen Detail, aber im Ganzen.
Persönliche Integrität
Persönliche Integrität ist die fortwährend aufrechterhaltene Übereinstimmung des persönlichen, an einer humanistischen Ethik ausgerichteten Wertesystems mit dem eigenen Handeln. Gesellschaftlich deuten folgende Eigenschaften auf eine integre Persönlichkeit hin: Aufrichtigkeit, Humanismus, Gerechtigkeitsstreben, Vertrauenswürdigkeit, Zivilcourage. Ein integrer Mensch lebt in dem Bewusstsein, dass sich seine persönlichen Überzeugungen, Maßstäbe und Wertvorstellungen in seinem Verhalten ausdrücken. Persönliche Integrität ist als Treue zu sich selbst umschrieben worden. Das Gegenteil von integer ist korrumpierbar, also sich in seinem Verhalten nicht von inneren Werten und Prinzipien, sondern von äußeren Drohungen und Verlockungen leiten zu lassen.
Der Begriff „Integrität“ ist komplex und vielschichtig. Integrität ist etwas, wofür eine Person zum einen Teil selber verantwortlich ist. Zum anderen Teil hängt Integrität vom Wohlverhalten der Mitmenschen ab und von den gesellschaftlichen Lebensbedingungen. Der Begriff findet Verwendung vor allem dann, wenn darauf hingewiesen werden soll, dass die Persönlichkeit eines Menschen, seine Ganzheit und Unversehrtheit ein zerbrechliches Gut ist und gegen Angriffe von außen geschützt werden muss. Neben dieser Verwendung gibt es eine zweite Bedeutungsrichtung. Die Aussage über einzelne Menschen, sie seien „integer“ meint, dass diese Personen „unbestechlich“ sind und über „feste Werte“ verfügen, zu denen sie stehen und von denen sie sich nicht abbringen lassen.
Integrität (Informatik)
Auf dem Gebiet der Datenbanktechnik beschreibt der Begriff die referenzielle Eigenschaft (Integrity Independence) einer relationalen Datenbank (siehe Integritätsbedingung).
Siehe auch: Datenintegrität
Auf dem Gebiet der Informationssicherheit ist der Begriff Integrität ein Schutzziel und steht für das vollständige und unveränderte Übertragen von Daten zwischen einem Absender und einem Empfänger. Die Integrität von Daten ist also gewährleistet, wenn die Daten vom angegebenen Absender stammen und vollständig sowie unverändert an den Empfänger übertragen worden sind.
Literatur
- Monika Roth: Compliance, Integrität und Regulierung: ein wirtschaftsethischer Ansatz in 10 Thesen. Schulthess: Zürich 2005, 132 S., ISBN 3-7255-4977-X
- Arnd Pollmann: Integrität: Aufnahme einer sozialphilosophischen Personalie. Transcript-Verlag: Bielefeld 2005. Zugl.: Frankfurt (Main), Univ., Dissertation 2004, ISBN 3-89942-325-9
