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Institut für Wirtschaftsforschung Halle
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Das IWH (Institut für Wirtschaftsforschung Halle) wurde am 1. Januar 1992 gegründet und gehört den Einrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft (WGL) an. Es wird vom Bund und Land zu je 50 % institutionell gefördert. Das IWH ist ein eingetragener Verein, mit ausschließlich und unmittelbar gemeinnützigem, insbesondere wissenschaftlichem Zweck.
Das IWH ist ein Wirtschaftsforschungsinstitut des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie und das Einzige seiner Art in den neuen Bundesländern. Diese Institute stehen der Bundesregierung beratend zur Seite.
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Forschungsprogramm
Mit Gründung des IWH wurde der Transformationsforschung in Deutschland eine wissenschaftliche Heimat gegeben. Betraf diese zunächst die Transformation von der Zentralverwaltungs- zur Marktwirtschaft, insbesondere also das Beobachten und wissenschaftliche Analysieren der Übergangsprozesse in den neuen Bundesländern und in Mittel- und Osteuropa, so erweiterte sich diese Perspektive über die Zeit zunehmend in Richtung auf Prozesse des Wandels, hin zu den heute aktuellen Fragen der globalen Integration und ihren Rückwirkungen auch auf die nationalen Gesellschaften. Vor diesem Hintergrund stellt das IWH sein Forschungsprogramm unter den Titel „Institutioneller Wandel und globale Integration“. Der institutionelle Wandel umfasst nicht nur die Neugestaltung der Beziehungen zwischen Staat, Bürgern und Unternehmen, sondern auch die bisherigen Normen und Werte von Gesellschaften. Viele der am IWH durchgeführten Forschungsprojekte widmen sich dem institutionellem Wandel, insbesondere der Regulierung des Wettbewerbs und der Bedeutung von Wissen und Innovation. Hinzu kommen Projekte, die sich mit den Herausforderungen befassen, die aus dem Erbe der Systemtransformation in Ostdeutschland sowie Mittel- und Osteuropa stammen wie etwa Strukturschwächen. Weiterhin nutzt das IWH die Erfahrungen aus der Systemtransformation zur Bewertung von Erweiterungs- und Vertiefungsprozessen der Europäischen Union.
Die Ergebnisse fließen in die laufende Berichterstattung über die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland ein, zu deren Zweck das Institut auch Umfragen durchführt und statistische Informationen speziell aufbereitet. Das IWH ist an der Gemeinschaftsdiagnose der Wirtschaftsforschungsinstitute sowie am European Forecasting Network beteiligt.
Das IWH unterhält Kooperationsbeziehungen zu einer Vielzahl ausländischer Forschungseinrichtungen, Universitäten und öffentlichen Institutionen in Europa und Kanada, insbesondere im Rahmen internationaler Forschungsprojekte. Eine enge Zusammenarbeit besteht seit Jahren mit der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Neue Kooperationsvereinbarungen wurden mit den Universitäten Freiberg und Leipzig geschlossen.
Forschungsabteilungen
Darüber hinaus bestehen abteilungsübergreifende Forschungsschwerpunkte, so zur Integrationsökonomik oder zur Wissensökonomik.
Personal
Das Institut für Wirtschaftsforschung Halle beschäftigt derzeit 74 Mitarbeiter im Angestelltenbereich. Die 45 Wissenschaftler machen zwei Drittel der Mitarbeiter aus. Präsident des Instituts war von 1994 bis 2003 Prof. Dr. Rüdiger Pohl und ist seit 2004 Prof. Dr. Ulrich Blum.[1]
Weitere Institute
- DIW Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung, Berlin
- HWWA Institut für Wirtschaftsforschung, Hamburg
- ifo Institut für Wirtschaftsforschung, München
- IfW Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel
- RWI Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung, Essen
Quellen
Weblinks
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