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Inguschetien

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Inguschetien
Staat: Russland
Föderationskreis: Südrussland
Fläche: 2.963 km²
Einwohner: 486.970 (1. Januar 2006)
Hauptstadt: Magas
Bevölkerungsdichte: 164 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: 06

Das im Nordkaukasus gelegene Inguschetien (russisch Ингушетия/ Transkription Inguschetija) ist seit 1991 eine kleinere Republik im südlichen Teil des europäischen Russland.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Inguschetien ist eine sehr kleine Republik Russlands und liegt im nördlichen Kaukasusvorland zwischen Nordossetien im Westen und der Unruheregion Tschetschenien im Osten.

Bevölkerung

In Inguschetien lebten laut der Volkszählung von 2002 467.294 Einwohner. Neben den 361.057 (=77,27%) Inguschen bekannten sich 5.559 (=1,19%) Personen als Russen und 95.403 Menschen (=20,42%) zu den Tschetschenen. Die inguschetische Sprache gehört zu den kaukasischen Sprachen und ähnelt dem Tschetschenischen. Überwiegend gehören die Menschen der islamischen Religion an, aber auch die russisch-orthodoxe Kirche ist vertreten. Inguschetien ist eine Hochburg der Geistlichen Verwaltung der Muslime des Nordkaukasus und des Moskauer Muftirates, siehe Islam in Russland.

Verwaltungsgliederung

Stadtkreis Einwohner
1. Januar 2006
Stadtbevölkerung Dorfbevölkerung
Karabulak 34.011 34.011 ---
Magas 337 337 ---
Malgobek 43.442 43.442 ---
Nasran 130.241 130.241 ---
Rajon Einwohner
1. Januar 2006
Fläche in km² Verwaltungszentrum
Dschairach 2.557 550 Dschairach
Malgobek 64.135 630 Malgobek
Nasran 87.597 630 Nasran
Sunscha 124.650 1.630 Ordschonikidsewskaja

Städte

Die mit Abstand größte historische Siedlung ist die ehemalige Hauptstadt Nasran. Weitere große Orte sind Ordschonikidsewskaja, Malgobek, Karabulak, Ekaschewo und Troizkaja. Offizielle Hauptstadt ist seit Dezember 2002 die neuerrichtete Stadt Magas. Amtssprachen sind die inguschetische Sprache und die russische Sprache.


Städte

Stadt Russischer Name Einwohner</br>1. Januar 2006
Nasran Назрань 130.241
Malgobek Малгобек 43.442
Karabulak Карабулак 34.011
Magas Магас 337

Politik

Der Staatschef der Republik heißt Murat Magometowitsch Sjasikow (seit dem 28. April 2002).

Geschichte

Inguschetien war zu Zeiten der Sowjetunion Teil der Tschetschenisch-Inguschetischen Autonomen Sowjetrepublik (ASSR). Mit Auflösung der UdSSR und Trennung von Tschetschenien wurde Inguschetien 1992 eigene Republik innerhalb Russlands, da es anders als die ethnisch eng verwandten Tschetschenen keine Sezession anstrebte.

Später wurde Magas zur neuen Hauptstadt erklärt und löste damit Nasran als Regierungssitz ab. Im Juni 2004 kam es zu einem großangelegten Überfall tschetschenischer und inguschetischer Terroristen (siehe Terroranschlag von Inguschetien). Etwa 200 schwerbewaffnete Personen überfielen Regierungsgebäude und strategisch wichtige Objekte. Es gab zahlreiche Opfer zu beklagen – mehr als 40, unter ihnen auch der amtierende Innenminister Kostojew.

Wirtschaft

Wirtschaftlich dominiert die Landwirtschaft. Zu den wichtigsten Bodenschätzen zählt Mineralwasser. Um die Wirtschaft anzukurbeln, wurde das Gebiet zur freien Wirtschaftszone erklärt, auch der Tourismus soll gefördert werden. Die Nähe zu Tschetschenien lässt bisher allerdings alle Versuche scheitern.

Weblinks


Wikipedia
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