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Indigirka

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Die Indigirka (russ. Индигирка) ist ein 1.726 km langer Fluss im russischen Sibirien. Mit ihrem Quellfluss Chastach ist sie 1.977 km lang.

Inhaltsverzeichnis

Flusslauf

Sie entspringt in der Suntar Chajata, einem Südausläufer des Werchojansker Gebirges. Von dort aus wendet sich die Indigirka zuerst in Richtung Norden, um durch das Hochland von Oimjakon und über Oimjakon zum Tscherskigebirge zu fließen. Das zuletzt genannte Hochgebirge durchließt sie in einem engen, langen und windungsreichen Durchbruchstal und bei Ust-Nera wird sie von einer Brücke überquert. In dieser Gegend wird Gold geschürft. Die Schifffahrt auf der Indigirka zerfällt in zwei Gebiete. Im Bereich um Ust-Nera sind kleine Dampfer unterwegs und unterhalb der Stromschnellen ergibt sich ab Moma eine weitere Strecke, auf der bis in das Mündungsgebiet große Schiffe unterwegs sind. Weiter in Richtung Norden fließend und das Tscherskigebirge nach und nach verlassend erreicht sie - nachdem sie den Nördlichen Polarkreis überquert hat - das Momagebirge, das sie im Norden umfließt. Dort gelangt sie in das weite Ostsibirische Tiefland, in dem sie in der Indigirka-Tiefebene ein recht großes Mündungsdelta ausbildet. Nach dem Durchfließen dieses Flussdeltas erreicht ihr Wasser die Ostsibirische See, ein Teil des eisigen Nordpolarmeers.

Landschaftsbild

Die Landschaft an der Indigirka wird von den borealen Nadelwäldern der Taiga beherrscht, die in Richtung Küste in die Waldtundra und Tundra übergeht. In den zuletzt genannten, nördlichsten bewohnten Regionen der Erde können sich wegen des Permafrosts und dem nur geringen Wassergehalt im Boden keine hohen Pflanzen, wie Bäume, entwickeln, dort herrschen Flechten, Moose, Sträucher und Farne vor.

Geschichte und Abenteuer

Die Indigirka wurde zweimal auf ihrer gesamten Strecke von einem Team um A. Gluschkow in Kajaks befahren. In den Stromschnellen im Tscherskigebirge ertranken in den 1930er Jahren die Besatzungen zweier Kanus. Die Strecke Ust-Nera bis Belaja Gora befuhren 2003 mit einem Faltboot Alexander und Barbara Krebs-Gehlen.

Der Fluss ist Namensgeber für einen Salat aus gefrorenem Fisch.

Siehe auch

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