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Illustrierte
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Eine Illustrierte (Kurzform zu Illustrierte Zeitschrift) ist eine periodisch erscheinende Publikumszeitschrift, die durch eine intensive Bebilderung gekennzeichnet ist. Stark illustrierte Nachrichtenmagazine wie der Stern (Magazin) bewegen sich in einer Grenzzone zwischen Nachrichten- und Boulevardjournalismus.
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Merkmale und Eigenschaften
Illustrierte werden für gewöhnlich wöchentlich, halbmonatlich, monatlich oder vierteljährlich herausgegeben, also in ganz unterschiedlichen Periodizitäten. Sie werden häufig in Farbe und auf beschichtetem Papier, mittlerweile bei den neueren Titeln auch auf Hochglanzpapier, gedruckt.
Illustrierte beinhalten Artikel über Themen von allgemeinem Interesse und sind in einer leicht verständlichen Sprache geschrieben. Sie dienen der Unterhaltung.
Illustrierte sind zu einem großen Teil Kaufzeitungen, die im Einzelhandel und an Kiosken vertrieben werden.
Themen sind je nach Titel unterschiedlich, auch variiert das Niveau der einzelnen Titel sehr. Neben aktuellen politischen und gesellschaftlichen Themen, werden auch Skandalgeschichten (Enthüllungsjournalismus), Berichte über die Adelshäuser und Prominente, sowie Sex and Crime thematisiert.
Geschichte und Entwicklung
Illustrationen von Blättern sind bereits seit dem 15. Jahrhundert bekannt; diese Spottschriften und Informationsblätter wurden häufig mit Holzschnitten illustriert. Der Begriff Zeitschrift ist erstmals im Jahr 1751 nachweisbar.
Die Illustration der Tagespresse setzt Ende des 18. Jahrhunderts in Europa ein; Verwendung fanden hier vor allem Kupferstiche. Die damals prägende Entwicklung kam durch die Modezeitschriften wie Le cabinet des modes (1785-1792) oder Le Journal des dames et des modes (1797-1839).
Nach dem Vorbild der Illustrated London News und der L'Illustration (Paris) erschien am 1. Juli 1843 die Illustrirte Zeitung als erste illustrierte Zeitschrift in Deutschland.
Technische Erfindungen wie die Fadenheftmaschine, die Autotypie, neue Papierherstellungsverfahren und vor allem die großflächige Durchsetzung der Fotografie, die Verbesserungen in der Fototechnik sowie die Möglichkeit der Fernübertragung von Bildern ermöglichten die Ausdifferenzierung von Vorläufern des Zeitschriftenformats der Illustrierten ab Mitte des 19. Jahrhunderts. Der Illustriertenmarkt entwickelte sich zum Massenmarkt.
Der Fotojournalismus entstand Anfang des 20. Jahrhunderts; Klassiker in der Illustriertenbranche waren zu dieser Zeit die Berliner Illustrirte Zeitung sowie die Arbeiter Illustrierte Zeitung (AIZ), sie erreichten solche hohe Auflagen von jeweils 500.000 Exemplaren. 1930 war die wöchentliche Gesamtauflage der Illustrierten in Deutschland circa 5 Millionen Exemplare, die Reichweite soll sogar 20 Millionen Leser betragen haben.
In den 60er Jahren beherrschte der Bauer-Verlag den Illustriertenmarkt, seit einigen Jahren beherrschen vier Verlage (Axel Springer Verlag, Burda, Gruner+Jahr sowie der Bauer-Verlag) den Markt.
Populäre Illustrierte
Eine Auswahl nach Ländern unterteilt:
Deutschland:
- Bunte (seit 1954)
- Brigitte (Vorgänger "Constanze" ab 1948)
- Freundin
- Geo
- Gala
- Bild der Frau
- Frau im Spiegel
- Focus
- Für Sie
- Madame
- Neue Revue
- Petra
- Stern (Gründung 1948)
Österreich:
Schweiz:
Frankreich:
- Excelsior (begr. 1910)
- Femina (begr. 1903)
- Musica (begr. 1902)
- Paris Match
- VU
USA:
Siehe auch
- Massenmedien
- Printmedien
- Presse
- Magazin
- Fotojournalismus
- Bildberichterstattung
- Bildredaktion
- Zeitschrift
- Publikumszeitschrift
- Boulevardjournalismus
Literatur
- Wolfgang Weber: Johann Jakob Weber, Der Begründer der illustrierten Presse in Deutschland, Lehmstedt Verlag 2003, ISBN 3-937146-03-2
- Horst Holzer: Illustrierte und Gesellschaft. Freiburg 1967.
- Pierre Albert und Gilles Feyel: Fotografie und Medien. Die Veränderungen der illustrierten Presse. In: Michel Frizot (Hrsg.): Neue Geschichte der Fotografie. Köln 1998.
- Fischer, Ernst; Haefs, Wilhelm; Mix, York-Gothart (Hrsg.): Von Almanach bis Zeitung. Ein Handbuch der Medien in Deutschland 1700-1800. Verlag C.H.Beck. München 1999. ISBN 3406454763
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