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IP Multimedia Subsystem

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Das IP Multimedia Subsystem (IMS) ist eine Sammlung von Spezifikationen des 3rd Generation Partnership Project (3GPP). Ziel von IMS ist ein standardisierter Zugriff auf Dienste aus unterschiedlichen Netzwerken. IMS verwendet ein All-IP Netzwerk, dies bedeutet das sämtliche Kommunikation IP-basiert erfolgt. IMS unterstützt aber auch ältere leitungsorientierte Netze wie GSM oder das herkömmliche analoge Telefonnetz. Typische Dienste sind VoIP-Telefonie oder Präsenzinformationen. Das Basisprotokoll von IMS ist die 3GPP-Variante von SIP, welches über ein dediziertes IP-Netz Verbindungen zwischen Mobilfunkteilnehmern aufbaut.

Inhaltsverzeichnis

Eigenschaften

Die Gundlagen des IMS werden in der Technischen Spezifikation TS 23.218 beschrieben. Die Spezifikationen können auf der 3GPP-Website kostenfrei bezogen werden. Wie das IMS in die Gesamtarchitektur eingebunden ist, beschreibt 3GPP TS 23.002.

IMS bildet auch die Basis für das bei ETSI (European Telecommunications Standards Institute) in der Gruppe TISPAN beschriebene Next Generation Network Release 1.

Mit IMS wurden folgende wesentliche Punkte eingeführt:

  • paketvermittelte Verbindungen zwischen zwei und mehr Teilnehmern
  • Zusammenarbeit zwischen der leitungsvermittelnden und der paketorientierten Domäne
  • eine End–to–End Aushandlung der Dienstgüte (Quality of Service)
  • dienstabhängige Kostenabrechnung
  • Bereitstellung der Heimnetzumgebung in Fremdnetzen
  • Unterstützung verschiedener Medientypen

Architektur

Bild:Ims overview.png
IMS Architektur Übersicht

Die Architektur des 3GPP IMS ist in der Spezifikation 3GPP TS23.228 und für das TISPAN IMS in ETSI ES 282 007 beschrieben. Zentrales Element von IMS ist die Call Session Control Function (CSCF). Die CSCF etabliert, überwacht, unterstützt und löst Multimedia Sessions aus. Des Weiteren koordiniert sie auch die Service Interaktionen des Nutzers. Die CSCF hat 3 verschiedene Funktionalitätsformate: S-CSCF (Serving), P-CSCF (Proxy) und I-CSCF(Interrogating). Das SIP-Protokoll wird als Call Control Protokoll für die Kommunikation zwischen den Netzelementen und den User Clients verwendet. Die CSCF erfüllt im Wesentlichen drei Aufgaben:

  • Proxy-Funktionalität P-CSCF: Sie ist der erste Kontaktpunkt des User Clients im Netz.
  • Interrogation-Funktionalität I-CSCF: Dient als Kontaktpunkt zu anderen Operator Netzen
  • Server-Funktionalität S-CSCF: Bearbeitet die Session States im Netz.

Weitere Komponenten sind im Rahmen des Core IMS definiert:

  • Media Gateway Controller Function (MGCF): Stellt das Interworking auf Call Control-Ebene sicher.
  • Media Gateway (MGW): Transcodiert einen IP RTP-Strom auf das im Telefonnetz verwendete Sprachformat.
  • Breakout Gateway Control Function (BGCF): Sucht die geeignete MGCF aus.
  • Multimedia Resource Function Controller (MRFC): Realisiert gemeinsam mit dem Multimedia Resource Function Processor (MRFP) Ansagen und Töne im Netz (wobei der MRFP nicht mehr zum Core IMS gezählt wird).

Siehe auch

Literatur

  • Gonzalo Camarillo u.a.: The 3G IP Multimedia Subsystem (IMS): Merging the Internet and the Cellular Worlds. John Wiley & Sons, 2006, ISBN 0-470-01818-6.
  • Miikka Poikselka u.a.: The IMS: IP Multimedia Concepts and Services . John Wiley & Sons, 2006, ISBN 0-470-01906-9.

Weblinks

Wikipedia
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