Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.


IP Datacast

Aus Kefk.

Wechseln zu: Navigation, Suche

Unter IP Datacast (IPDC) werden alle Protokolle zusammengefasst, welche zur Übertragung von „neuen“ Multimedia-Inhalten über Rundfunknetze benötigt werden. IP Datacast wurde vom DVB-Projekt entwickelt. IPDC wird in DVB-H eingesetzt.

Die klassischen Rundfunkdienste (Radio, TV, Teletext, ...) verzichten auf allgemeine Protokolle, so dass neue Dienste nur sehr schwer für klassische Rundfunknetze entwickelt werden können. Mit IPDC werden Rundfunknetze um IP-Protokolle erweitert, so dass neuartige Dienste auf eine allgemeine Kommunikationsschnittstelle aufsetzen können. In Kombination mit einem Rückkanal, beispielsweise über Mobilfunknetze, können so auch interaktive Rundfunkdienste eingeführt werden, die wir heute nur als manuelle Kombination von Fernsehen/Radio mit Telefonanrufen kennen.

IP Datacast wurde spezifiziert, um proprietäre Lösungen für solche Protokolle (wie etwa bei MediaFLO und DMB) zu vermeiden und stattdessen einen gemeinsamen offenen Standard zu verwenden, der bei DVB-H eingesetzt wird. In der Spezifikation werden unter anderem die Systemarchitektur, auf IP basierende Übertragungsmechanismen, der Electronic Service Guide (ESG), die gemeinsame Nutzung von DVB-H und Mobilfunk in einem hybriden Netz und andere Aspekte definiert. IP Datacast wird von einer großen Anzahl von Firmen gestützt, die auch hinter DVB-H stehen.

Es wurden bereits DVB-H-Endgeräte der Firmen BenQ-Siemens, LG, Motorola, Nokia, Sagem, Samsung und anderen vorgestellt, die IP Datacast unterstützen. Details über den Status der kommerziellen Einführung sind auf der DVB-H-Seite zu finden.

Für DAB wird eine Erweiterung DXB als Alternative zu DMB geplant, die IP Datacast von DVB-H übernimmt. Allerdings würden damit DMB-Empfänger nicht mehr funktionieren.

Weblinks

Persönliche Werkzeuge
Andere Sprachen