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IEEE 802.11n

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Der erste Entwurf des Standards IEEE 802.11n, auch bekannt als NWLAN, wurde am 20. Januar 2006 verabschiedet. Er wird nach der endgültigen Verabschiedung eine Technik zum Aufbau von drahtlosen lokalen Netzwerken definieren. Die angepeilten Bruttodatenraten sollen nach den derzeit verfügbaren Informationen bei maximal 600 Mbps liegen. Dazu werden mehrere Sende- und Empfangsantennen eingesetzt. Auch wird in Hinblick auf mobile Anwendungen ein geringerer Stromverbrauch spezifiziert. Der noch kommende zweite Entwurf wird genauere Vorgaben setzen und den Herstellern in der Auslegung weniger Freiraum lassen, wodurch die bisher nur bedingte Kompatibilität verbessert werden soll.

Insgesamt 27 Unternehmen aus dem Bereich WLAN haben sich im neuen Enhanced Wireless Consortium (EWC) unter der Leitung von Intel zusammengefunden, um den kommenden WLAN-Standard IEEE 802.11n voranzutreiben.

Zu den Mitgliedern des EWC zählen unter anderem Apple, Atheros, Broadcom, Buffalo, Cisco, Conexant, D-Link, Intel, Lenovo, Linksys, Netgear, Sanyo, Sony, Ralink und Toshiba. Damit sind Unternehmen aus den beiden bislang konkurrierenden Lagern mit von der Partie, prominente Namen wie Motorola und Agere fehlen allerdings.

802.11n soll zur Datenübertragung die Technik Multiple Input Multiple Output (MIMO) nutzen. Dadurch sollen von bestehenden WLAN-Techniken erreichte Datenraten über größere Distanzen erreicht werden oder aber auf gleicher Distanz eine höhere Datenrate als bisher ermöglicht werden.

Inhaltsverzeichnis

Kompatibilität

WLANs nach 802.11n sind zu den Netzen 802.11b und 802.11g kompatibel.

Verabschiedung

Der neue 802.11n WLAN-Standard soll Mitte 2007 von der IEEE verabschiedet werden. Im Mai 2006 wurde ein finaler Entwurf jedoch nicht angenommen und zurückgewiesen. Allerdings liegt die Entwicklung des neuen Standards trotz dieser Zurückweisung noch voll im Zeitplan und große Änderungen im bisherigen Entwurf sind nicht mehr zu erwarten.

Aktuell

Am 20. Januar 2006 wurde der erste Entwurf des neuen Standards von der Task Group n (TGn) des IEEE angenommen, mit 184 Ja-Stimmen, keinem Nein und vier Enthaltungen. Im Januar 2006 billigte das US-amerikanische Standardisierungsgremium IEEE einen Vorschlag der Arbeitsgruppe Enhanced Wireless Consortium (EWC) IEEE als Draft-IEEE-802.11n-Proposal.

Im März 2006 hat das IEEE einstimmig einen Entwurf (Draft) genehmigt, von dem angenommen wird, dass er sich als Standard der nächsten Generation für Wireless-Netzwerke etablieren wird. Zum ersten Mal wurde in diesem Vorschlag (neben zahlreichen anderen Neuerungen) die Technologie der MIMO-OFDM bei einem drahtlosen Übertragungsverfahren gefordert. Im ersten und zweiten Quartal 2006 erschienen dann bereits die ersten so genannten Pre-n-WLAN-Produkte auf dem Markt. Herzstücke dieser Produkte sind hochintegrierte MIMO-Chipsets der Firmen Airgo Networks Inc. oder Ralink Technology Corp. Der neue Standard soll WLANs zu größerer Reichweite und mehr Geschwindigkeit als die aktuellen 802.11g-Standards verhelfen. Ein integriertes Management für die Dienstgüte - engl.: Quality of Service (QoS), soll für ruckfreie Sprach- und Videoübertragung sorgen. Die Technologie, die entscheidende Verbesserungen in puncto Geschwindigkeit und Reichweite ermöglicht, ist unter der Bezeichnung MIMO (Multiple-in, Multiple-out) bekannt. MIMO arbeitet mit mehreren Antennen und mehreren Sendern und Empfängern, die mehrere Wireless-Signale empfangen auf dem selben Kanal aber auf unterschiedlichen Wegen senden können. Die Einbeziehung der Mehrwegeausbreitung führt zu einer deutlich größere Reichweite, als sie Wireless-G-Produkte ermöglichen. Über ein und denselben Kanal können mehrere Content-Ströme in so genannten Layern gleichzeitig übertragen werden, wodurch die Kapazität der einzelnen Kanäle vervielfacht wird. Darüber hinaus können 802.11n-WLAN-Komponenten auf zwei gekoppelten 20-MHz-Kanälen (sofern verfügbar) arbeiten, wodurch sich die Kapazität noch einmal verdoppeln lässt, so dass eine 12 Mal höhere Geschwindigkeit als mit Wireless-G-Produkten erreicht wird. Der 802.11n-Entwurf ist zudem abwärtskompatibel mit den aktuellen 802.11b- und g-Produkten.

Apple stattet mittlerweile alle Mac Computer mit Intel Core 2 Duo Prozessor mit 802.11n aus. Diese müssen allerdings noch per Software aktiviert werden. Wie schon bei 802.11b versucht Apple sich weit vor anderen Firmen am Markt mit dem neuesten WiFi-Standard zu etablieren. Apple hat auf der "Macworld Expo"-Keynote im Januar 2007 das Media Center "AppleTV" vorgestellt und auch eine neue Airport Extreme Basisstation. Beide Geräte arbeiten mit dem 802.11n Standard nach dem vorläufigen Entwurf. Weitere Draft-n-Produkte sind bereits von Asus, D-Link, Edimax, Linksys, Netgear und Belkin im Handel.

Nach und nach setzen nun alle großen Hersteller auf den neuen Funk-Standard, der auch unter dem Namen "Multiple Input Multiple Output" (MIMO) bekannt ist. Auf der CeBit 2007 stellt AVM die neue Fritz!Box Fon WLAN 7270 vor, die mit 802.11n funkt. 802.11n setzt auch auf den 2,4-GHz-Frequenzbereich, später soll zudem der 5-GHz-Frequenzbereich hinzu kommen, in dem sich kaum Geräte in die Quere kommen können. 802.11n ist somit abwärts kompatibel mit den WLAN-Standards "b" und "g". Mit dem Standard "a" verträgt sich aber auch "n" nicht. Um mit "n" zu arbeiten, muss das Gerät mehrere Sende- und Empfangsantennen besitzen. Die angestrebte maximale Übertragungsgeschwindigkeit beträgt 600 Mbit/s.

Quellen

Wikipedia
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