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Hypoxie (Medizin)

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Als Hypoxie bezeichnet man einen Sauerstoffmangel im arteriellen Blut oder im Gewebe von Organismen. Das vollständige Fehlen von Sauerstoff wird als Anoxie bezeichnet.

Inhaltsverzeichnis

Symptome

Betroffene Menschen zeigen u.a. eine graue oder bläuliche (zyanotische) Hautfarbe, es kommt zu Bewusstseinstrübungen bis hin zur Ohnmacht, Atemnot und Muskelschwäche.

Ursachen

Als Ursachen kommen insbesondere Gefäßverengungen, partiell oder komplett abgeschnittene Versorgung von Organen durch Herzinsuffizienz, Thrombose(n), Embolie(n), oder die Sauerstoffzufuhr ander behindernde Faktoren oder Krankheiten - wie Lungenkrankheiten, Reaktion auf zu dünne Höhenluft, Sauerstoffverwertungsstörung in Zellen, Anämie insbesondere durch zu geringe Sauerstoffbindung an rote Blutkörperchen, usw. - in Frage.

Je nach Ursache unterscheidet man:

  • hypoxämische Hypoxie, z.T. inkorrekt auch Hipoxie genannt: Sauerstoffmangel mit Folge der Unterversorgung von Organen, auch aufgrund von Lungenerkrankungen oder zu anderen Mangel an Sauerstoffsättigung, z.B. auch in dünner Höhenluft(über 3.000meter/10.000ft).
  • anämische Hypoxie: Blutmangel, sodass nicht ausreichend Sauerstoff transportiert werden kann
  • ischämische(Stagnierende) Hypoxie: Einschränkung der Organdurchblutung; der Sauerstoff erreicht sein Ziel nicht (auch als Synonym für Ischämie)
  • histotoxische Hypoxie: Die Zellen können den Sauerstoff nicht verwerten (beispielsweise bei Zyankali-Vergiftung, durch über Konsum an Alkohol, Schlafmitteln oder Anti-brechmittel)

Pathophysiologie

Im Gehirn sind bei Hypoxie bestimmte Bereiche besonders betroffen, die Nervenzellschäden treten in diesen Regionen zuerst auf. Dazu gehören die Purkinje-Zellen des Kleinhirns und der CA1-Bereich des Ammonshornes. Die Zellen reagieren auf die äußerem Einflüsse mit der Aktivierung sogenannter Heat-Shock-Proteine. Diese und weitere Produkte aus der C-Fos und G-Jun Proteinfamilie ändern bestimmte Zellfunktionen, die das Überleben oder das kontrollierte Absterben der Zellen regulieren sollen.

Morphologisch beobachtet man in geschädigten Bereichen des Gehirns Nekrosen, Schrumpfungen des Hirnmantels und vor allem einen selektiven Untergang der Neuronen. Letztere schrumpfen zu einem charakteristischen Dreieck mit homogenem Aussehen zusammen und können von Pathologen unter dem Mikroskop diagnostiziert werden.

Siehe auch

Wikipedia
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