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Hypothetisch-deduktive Theorie
Aus Kefk.
Die hypothetisch-deduktive Theorie bezeichnet eine Form der logisch-philosophischen Analyse wissenschaftlichen Wissens, die in der Konstruktion eines logisch-deduktiven Modells für ein Wissensgebiet besteht, dessen Struktur untersucht werden soll.
Eine hypothetisch-deduktive Theorie ist eine Konkretisierung des allgemeinen Begriffes der deduktiven oder axiomatischen Theorie, wie er in der Methodologie der Mathematik bei der Systematisierung mathematischen Wissens entstand.
Der Aufbau einer hypothetisch-deduktiven Theorie erfolgt in drei Schritten:
- Aufstellen einer Reihe von Hypothesen für die Ursachen von zu untersuchenden Erscheinungen
- Deduktion der möglichen Folgerungen aus diesen Hypothesen, wobei diese Hypothesen als Beschreibung von beobachteten Daten aufgefasst werden
- Überprüfung der Folgerungen aus den Hypothesen in der Praxis und je nach Ergebnis deren Verwendung bei der weiteren Untersuchung oder deren Verwerfung
In einer hypothetisch-deduktiven Theorie spielen die Hypothesen die Rolle von Axiomen und die aus ihnen deduzierten Folgerungen die von Theoremen.
