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Hypertrophe Kardiomyopathie
Aus Kefk.
Die hypertrophe Kardiomyopathie (auch hypertrophische Kardiomyopathie) ist eine Erkrankung des Herzmuskels, bei der es zur Verdickung (Hypertrophie) des Muskels, besonders im Bereich der linken Kammer und des Septums, kommt. Man unterscheidet zwischen einer obstruktiven (einengenden) und einer nicht-obstruktiven Form.
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Ursache
Die obstruktive Form wird meist durch eine Mutation auf dem β-Myosin-Gen auf Chromosom 14 verursacht. Durch die Hypertrophie kommt es zur Verlegung der Ausflussbahn der linken Herzkammer und damit zu einer funktionalen Aortenstenose mit erhöhter Druckbelastung der linken Kammer. Des Weiteren liegt eine Relaxationsstörung des Herzmuskels vor, wodurch in der Diastole weniger Blut in der Herzkammer aufgenommen werden kann.
Symptome
- Atembeschwerden ( Dyspnoe )
- Angina Pectoris
- Schwindel, Synkopen
- Herzrhythmusstörungen
Diagnostik
Im EKG findet man Linkshypertrophiezeichen mit hohen R-Zacken und oft auch Erregungsrückbildungsstörungen. Des Weiteren kann man einen linksanterioren Hemiblock und Septumhypertrophiezeichen sehen. In der Echokardiographie sieht man die verdickten Wandabschnitte, die bei der HOCM als Septumhypertrophie mit sanduhrförmiger Einengung der linken Kammer imponieren.
Therapie
Die nicht obstruktive Form erfordert keine Behandlung. Die obstruktive Form wird folgendermaßen behandelt:
- körperliche Schonung
- Betablocker
- Kalziumantagonisten
- Antiarrhythmika bei schweren Rhythmusstörungen
Nitrate und Substanzen wie Digitalis und Katecholamine sind kontraindiziert, da sie Verengung des linksventrikulären Ausflusstraktes verschlimmern können.
Chirurgisch wird die Erkrankung entweder durch eine Muskelentfernung oder eine Herztransplantation angegangen. Alternativ wird seit 1994 der verdickte Muskel im Rahmen einer Herzkatheter-Untersuchung mittels Alkohol-Injektion verödet. Dabei werden kleine Mengen von absolutem Alkohol mit Hilfe eines Ballonkatheters, wie er für die Koronarangioplastie verwendet wird, in die entsprechende Versorgungsarterie eingebracht, was zu einem kontrollierten Herzinfarkt und zu einer Erweiterung der Ausflussbahn führt. Die häufigste Nebenwirkung dieser inzwischen weitverbreiteten Methode ist eine Störung der Erregungsleitung des Herzens; in etwa 10% der Fälle muss deshalb ein Herzschrittmacher implantiert werden.
siehe auch: Kardiomyopathie
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