Hypertextualität
Aus Kefk
Als Hypertextualität bezeichnet man in der Transtextualitätstheorie nach Gérard Genette eine Form der Überlagerung von Texten, die nicht der des Kommentars entspricht, also beispielsweise, dass ein späterer Text ohne den vorhergehenden nicht denkbar wäre.
Ein Beispiel für Hypertextualität bildet James Joyces Roman "Ulysses" (1922), der ohne Homers "Odyssee" nicht hätte entstehen können.
Im Kontext von Hypertexten bezeichnet man als Hypertextualität auch häufig zusammenfassend deren charakteristische Merkmale wie Nichtlinearität, Nichtsequentialität, Dekontextualisierung, Rekombinatorik, Interzeption, Assoziativität usw.
Siehe auch
Literatur
- Rainer Kuhlen: Hypertext. Ein nicht-lineares Medium zwischen Text und Wissensbank. Berlin: Springer-Verlag, 1991
- Ted Nelson: Hypertext Note 1: Brief Words on Hypertext. 1967
- Ted Nelson: Literary machines. Swarthmore, Pa. 1981
Weblinks
- http://www.lrz-muenchen.de/~piiseminar/0102hypertext.htm - Merkmale der Hypertextualität
- http://www2.uni-jena.de/ms/hyper.html und http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/2006/1.html - Interaktivität und Hypertextualität, 1995 (von Mike Sandbothe)
