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Hyperkaliämie

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Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Hyperkali%C3%A4mie, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.

Als Hyperkaliämie [E87.5] bezeichnet man einen mitunter lebensbedrohlichen Zustand, der durch einen erhöhten Kaliumspiegel gezeichnet ist.

Inhaltsverzeichnis

Diagnose

Hyperkaliämie: Serumkaliumwerte > 5,0 mmol/l (bei Kindern > 5,4)

Ein einzelner erhöhter Wert sollte immer kontrolliert werden, da durch Hämolyse bei unsachgemäßer Blutabnahme zu hohe Kaliumwerte gemessen werden.


Pseudohyperkaliämie

  • Hämolyse der Blutprobe bei zu langer Stauung und/oder Pumpen mit der Hand
  • Kaliumfreisetzung in der Blutprobe bei ekzessiver Thromozytose oder Leukozytose (z.B. bei CML)

EKG-Veränderungen:

Ursachen

  • verminderte Elimination
    • akutes Nierenversagen
    • chronische Niereninsuffizienz
    • Nebennierenrinden-Insuffizienz (M. Addison)
  • medikamentenbedingt
    • ACE-Hemmer
    • Eplerenone
    • Spironolacton
    • Triamteren
    • Zytostatika
    • Kontrazeptiva (mit Gestagen Drospirenon (Yasmin/Petibelle)- Drospirenon ähnelt strukturell Spironolacton)
    • kalte Erytrozytenkonzentrate
  • metabolisch bedingt (Verteilungshyperkaliämie)
    • metabolische Azidose
    • respiratorische Azidose
      • Der Serumkaliumspiegel wird akut durch pH-Wert Änderungen beeinflusst. Ein Änderung des pH-Werts um 0,1 führt zu einer gegensinnigen Änderung des Kaliumspiegels von ca. 0,4 mmol/l.
  • traumatisch bedingt
    • große Weichteilverletzungen mit Myolyse, Rhabdomyolyse, aber auch Verbrennungen führen ebenfalls zu einer Verlagerung
    • des intrazellurären Kaliums in den Extrazellulärraum.
  • erhöhte Zufuhr
    • kaliumreiche Infusionen
    • viel Trockenobst oder kaliumreiche Früchte bei fortgeschrittener Niereninsuffizienz

Therapie kaliumumverteilende und kaliumsenkende Maßnahmen

  • akut: 20 ml 10 %ige Kalziumlösung i.v. über 2 Min., Wirkungsdauer ca. 30 Min.
  • Insulin und Glukose als Infusion
    • 500 ml 10 %ige Glukoselösung + 10 I. E. Alt-Insulin (1 I. E. Insulin/5 g Glukose),
    • Wirkungsbeginn nach 30 Min., Wirkungsdauer 4–6 Stunden
  • 40 ml 8,4%iges Natriumbikarbonat über 5 Min. i. v., Wirkungseintritt nach ca. 10 Min., Wirkungsdauer 2 Stunden
  • Furosemid i. v.
  • Einschränkung der enteralen Kaliumzufuhr
  • orale Einnahme von Kationenaustauscherharzen, Wirkungsdauer 4-6 Stunden
  • Absetzen von Eplerenon, Spironolacton, Triamteren, ACE-Hemmer

Siehe auch

Weblinks

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