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Hyperemesis gravidarum
Aus Kefk.
| Klassifikation nach ICD-10 | ||
|---|---|---|
| O21.0 | Leichte Hyperemesis gravidarum | |
| O21.1 | Hyperemesis gravidarum mit Stoffwechselstörung | |
| ICD-10 online (WHO-Version 2006) | ||
| Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Hyperemesis_gravidarum, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. |
Als Hyperemesis gravidarum wird ein übermäßiges und anhaltendes, oft morgendliches Erbrechen auch bei leerem Magen bezeichnet, das vor allem im ersten Trimenon auftritt. Im Gegensatz zum häufig vorkommenden Schwangerschaftserbrechen (Emesis gravidarum) kann es schwerwiegende Folgen mit erhöhter Gefährdung von Mutter und Kind nach sich ziehen. Hyperemesis gravidarum ist eine Form der Frühgestose.
Inhaltsverzeichnis |
Ursachen
Die genaue Entstehung der Hyperemesis gravidarum ist noch unklar. Sicher spielen hormonelle Faktoren eine Rolle, da es zum Beispiel bei Mehrlingsschwangerschaften oder einer Blasenmole mit ihrem erhöhten HCG-Spiegel häufiger zu einer Hyperemesis kommt. Auf der anderen Seite wird das Erbrechen durch psychische Belastungen verstärkt, zum Beispiel bei ungewollter Schwangerschaft, Problemen mit dem Partner, erwartete Probleme mit dem Beruf durch das Kind oder finanzielle Sorgen.
Symptome und Diagnostik
Der Flüssigkeitsmangel führt zu einer Exsikkose (Austrocknung) mit einem Gewichtsverlust von mehr als 5% des Ausgangswertes vor der Schwangerschaft und einer trockenen Zunge sowie einer Kreislaufschwäche mit Tachykardie (schneller Puls) und Hypotonie (niedrigem Blutdruck). Elektrolytentgleisungen mit Hypochlorämie und Foetor ex ore (Acetongeruch) sowie Auftreten von Ketonkörpern und Zylindern im Harn und Protein-, Urobilinogen-, Porphyrinurie. Daneben tritt eine metabolische Alkalose auf. In Ausnahmefällen kommt es zu einer Verschlechterung des Allgemeinzustandes, Fieber, Ikterus und zerebralen Erscheinungen (wie Benommenheit und Delirium).
Die Diagnose der Hyperemesis gravidarum wird durch das klinische Bild sowie die Elektrolytstörungen im Laborbefund gestellt.
Behandlung
Vorrangig ist der Ausgleich von Störungen des Flüssigkeits- und Elektrolythaushalts (Elektrolytstörungen) durch Infusionen im Rahmen eines Krankenhausaufenthaltes. Anfangs ist meist eine vollständig parenterale Ernährung angezeigt. Eine medikamentöse Behandlung der Übelkeit, evtl. unterstützt durch eine Sedierung, erfolgt nur, wenn unbedingt nötig. Dann müssen für Schwangere geeignete Arzneimittel ausgewählt werden, z. B. Dimenhydrinat (etwa in Vomex A). Für den routinemäßigen Einsatz von Benzodiazepinen, Kortison und Serotonin-Rezeptor-Antagonisten gibt es keine gesicherten Grundlagen. Bei psychischen Störungen kann eine Psychotherapie angezeigt sein.
Quellen
- Pharmainformation - Unabhängige Information für Ärzte, begründet von der Ärztekamer für Tirol, Jahrgang 18/Nr. 3
- Seite einer von HG Betroffenen
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