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Hypästhesie

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Als Hypästhesie wird eine umschriebene oder allgemeine Verminderung der Berührungs- und Drucksensibilität der Haut bezeichnet. Sie geht oft, aber nicht grundsätzlich, mit einer Störung der Schmerzwahrnehmung (Hypalgesie), der Temperatur- sowie der Vibrations- und Lageempfindung (Pallhypästhesie) einher. Ein völliger Sensibilitätsausfall wird als Anästhesie bezeichnet. Ein verwandtes und oft gleichzeitig auftretendes Symptom ist die Parästhesie, bei der bei Berührung Missempfindungen wahrgenommen werden.

Das hypästhetische Areal gibt dem Neurologen Hinweise auf die Läsion</b>shöhe: so entspricht es bei peripheren Nervenschädigungen dem Versorgungsgebiet des entsprechenden Nerven; bei Nervenwurzelreizung (Radikulopathie) dem analogen Dermatom.

Ursächlich kommen Schädigungen der Haut selbst als Sinnesorgan (beispielsweise nach Verbrennungen), der peripheren Nerven (Polyneuropathie), der Nervenplexus (Verkehrsunfall), der aus dem Rückenmark austretenden Nervenwurzeln (Bandscheibenvorfall) oder, oft im Rahmen eines Hirninfarktes, der aufsteigenden Bahnen zum Gehirn (Lemniskales System), des Thalamus oder der zentralen Verarbeitung im Somatosensorischen Cortex in Frage. Hypästhesien sind auch als Symptom von Vergiftung</b>szuständen oder Minderdurchblutung (Ischämie) der Haut möglich.

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