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Hydromorphon
Aus Kefk.
| Steckbrief | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Name (INN) | Hydromorphon | ||||
| Wirkungsgruppe | Opioid Analgetikum | ||||
| Handelsnamen | Dilaudid®
Palladon®
| ||||
| Klassifikation | |||||
| ATC-Code | N02AA03
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| CAS-Nummer | 466-99-9 | ||||
| Rezeptpflicht: BtmG | |||||
| Fachinformation (Hydromorphon) | |
| Chemische Eigenschaften | |
| Bild:Hydromorphone.png IUPAC-Name: (5R,9R,13S,14R)-3-Hydroxy-17- methyl-4,5-epoxymorphinan-6-on | |
| Summenformel | C17H19NO3 |
| Molmasse | 285,338 g/mol |
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Hydromorphon bezeichnet man als hydrogenisiertes Morphinketon. Hydromorphon ist ein sehr stark wirksames Opioid-Analgetikum. Angewendet wird es bei starken und stärksten Schmerzen. Es ist verschreibungspflichtig und unterliegt dem Betäubungsmittelgesetz. Hydromorphon ist ein ideales Analgetikum zur Behandlung chronisch starker Schmerzen, vor allem auch bei älteren Patienten und eine gute Alternative zu Morphin.
Der Wirkstoff Hydromorphon ist in Deutschland für vier Präparate zugelassen: Als Injektionslösung unter den Namen Dilaudid®
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mit 2mg/1ml pro Ampulle, als Kapseln mit 1,3mg und 2,6mg (Palladon®
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) und als Retardkapseln (Palladon retard®
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), in den Dosierungen 4mg, 8mg, 16mg oder 24mg Hydromorphon pro Retardkapsel. Seit neuestem gibt es von Janssen-Cilag ein weiteres Retardpräparat mit dem Namen Jurnista®
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in Dosierungen bis zu 64mg Hydromorphon pro Retardtablette.
Inhaltsverzeichnis |
Wirkmechanismus
Opioidanalgetika ahmen die Wirkung endogener Opioidpeptide (Endorphine, Enkephaline, Dynorphine) nach. Dadurch wird einerseits die Weiterleitung des Schmerzreizes gehemmt und andererseits das Schmerzempfinden im Thalamus und im limbischen System verändert. Die pharmakologische Wirkung von Hydromorphon ist ähnlich der des Morphins. Es ist aber etwa 7,5-mal so potent und bildet im Gegensatz zu Morphin keine klinisch relevanten Metaboliten, insbesondere kein Morphin-6-Glucuronid, was es nebenwirkungsarmer macht. Insbesondere die sedierende Wirkung ist gegenüber der des Morphins deutlich geringer. Es hat einer Plasmaeiweißbindung (PEB) von nur 8 % und lässt somit im Gegensatz zu Fentanyl (90% PEP) und Buprenorphin (96% PEB) keine Interaktionen mit weiteren Medikamenten erwarten. Da es nicht über die Cytocromoxidaxe 450 abgebaut wird ist im Gegensatz zu Fentanyl keine Dosisanpassung nötig.
Dosierung
Standarddosierung
Retardkapseln in Deutschland: - Palladon retard: Retard-Kapseln zu 2 mg (nicht in Deutschland)
- Wirkeintritt: 2 Stunden 4 mg (hellblau)
- Einnahme: alle 12 Stunden 8 mg (rosa)
- Wirkdauer: 12 Stunden 16 mg (braun)
24 mg (dunkelblau)
- Palladon schnellwirksame Kapseln: 1,3 (rosa)
- Wirkeintritt: 30 Minuten 2,6 (rot) - Wirkdauer: 4 Stunden - Einnahme: nach Bedarf (Vorschrift des Arztes)
Die Dosierung muss jedoch wie bei allen zentral wirksamen Analgetika individuell erfolgen.
Nebenwirkungen
Wie bei allen stark wirkenden Opioid-Analgetika. Weitere Angaben sind den veröffentlichten Fachinformationen zu entnehmen.
Pharmakokinetik
Nach der Resorption unterliegt Hydromorphon der Metabolisierung in der Leber und ist danach nur mehr zu etwa 50% bioverfügbar. Proteinbindung: ca. 7% maximale Plasmakonzentration nach ca. 1h terminale β-Halbwertszeit: ca. 1h Ausscheidung: vorwiegend renal
Weblinks
- Hydromorphon bei Erowid (Englisch)
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