Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.


Hydraulikflüssigkeit

Aus Kefk.

(Weitergeleitet von Hydrauliköl)
Wechseln zu: Navigation, Suche

Hydraulikflüssigkeit ist ein Fluid, welches zur Übertragung von Energie (Volumenstrom, Druck) in Hydrauliksystemen in der Fluidtechnik benötigt wird.

Je nach Verwendungszweck und geforderter Eigenschaft (besondere Hoch- oder Tieftemperaturfestigkeit, schwere Entflammbarket, besondere Schmierfähigkeit) sind diese unterschiedlich aufgebaut:

Inhaltsverzeichnis

Auf Mineralölbasis

Die am häufigsten eingesetzte Hydraulikflüssigkeit ist auf Mineralölbasis mit entsprechenden Additiven aufgebaut. Sie wird auch als Hydrauliköl bezeichnet. Die Anforderungen an diese Hydrauliköle sind in der ISO 6743/4 mit den Bezeichnungen HL, HM, HV festgelegt. In Deutschland sind die Bezeichnungen HL, HLP, HVLP nach DIN 51524 üblich.

HL: mit Wirkstoffen zum Erhöhen des Korrosionsschutzes und der Alterungsbeständigkeit (auch HL nach DIN 51 524, Teil 1)

HM: mit Wirkstoffen zum Erhöhen des Korrosionsschutzes, der Alterungsbeständigkeit sowie zur Verminderung des Fressverschleißes im Mischreibungsgebiet (auch HLP nach DIN 51 524, Teil 2)

HV: mit Wirkstoffen zum Erhöhen des Korrosionsschutzes, der Alterungsbeständigkeit, zur Verminderung des Fressverschleißes im Mischreibungsgebiet sowie zur Verbesserung des Viskositäts-Temperatur-Verhaltens (auch HVLP DIN 51 524, Teil 3)

HLPD: mit Wirkstoffen zum Erhöhen des Korrosionsschutzes, der Alterungsbeständigkeit und detergierenden Zusätzen (deutsche Bezeichnung, nicht genormt)

Schwer entflammbare Flüssigkeiten

HFAE: Öl in Wasser Emulsionen

Wassergehalt > 80% und Konzentrat auf Mineralölbasis oder auf Basis von löslichen Polyglykolen. Bei Konzentrat auf Mineralölbasis besteht Gefahr der Entmischung und sind Mikrobenanfällig. schwer entflammbar, einsetzbar für Temperaturen zwischen +5°C bis +55°C

HFAS: in Wasser gelöste synthetische Konzentrate

keine gefahr der Entmischung, da es sich um echte Lösungen handelt, dafür eine deutlich erhöhte Korrosionsanfälligkeit

HFB: Wasser in Öl Emulsionen

Wassergehalt > 40% und Mineralöl. Wird selten verwendet. schwer entflammbar, einsetzbar für Temperaturen zwischen +5°C bis +60°C. In Deutschland aufgrund mangelnder brandtechnische Eigenschaften nicht zugelassen

HFC: Wasserglykole

Wassergehalt > 35% und Polymer-Lösung, schwer entflammbar, einsetzbar für Temperaturen zwischen -20°C bis +60°C. Einsetzbar bis zu Drücken von 250 bar.


HFD: Synthetische Flüssigkeiten

  • HFD-R: Phosphorsäure Ester
  • HFD-S: wasserfreie chlorierte Kohlenwasserstoffe
  • HFD-T: Mischung aus HFD-R und HFD-S
  • HFD-U: wasserfreie andere Zusammensetzung (bestehend aus Fettsäurestern)

Haben höhere Dichte als Mineralöl oder Wasser (nicht HFD-U), können Probleme beim Ansaugverhalten von Pumpen verursachen und greifen viele Dichtungswerkstoffe an. schwer entflammbar, einsetzbar für Temperaturen zwischen -20°C bis +150°C.

Biologisch abbaubar

hergestellt auf Basis pflanzlicher Öle (z.B. Rapsbasis). Einsatz in Biologisch kritischer Umgebung (Baumaschinen in Wasserschutzgebieten, Pistengeräte im Gebirge etc.). Diese Fluide sind Schadstoffe der Schadstoffklasse I.

Kennzeichnung : HE = Hydraulic Environmental

Einteilung :

  • HETG (Basis Triglyceride= pflanzliche Öle),
  • HEES (Basis synthetische Ester),
  • HEPG (Basis Polyglycole),
  • HEPR (andere Basisflüssigkeiten, in erster Linie Poly-alpha-olefine).

Wasser

Wasser ist als Hydraulikflüssigkeit in jeder Hinsicht unbedenklich. Eisbildung muss verhindert werden, die oberen Temperaturgrenzen sind von den eingesetzten Komponenten abhängig.Die erste technische Nutzung der Hydraulik erfolgte mit Wasser als Fluid. Wasser hat durch niedrige Viscosität und Inkompressibilität deutlich geringere Leitungswiderstände und schnelle Reaktionszeiten. In der modernen Wasserhydraulik werden folgende Wassersorten eingesetzt:

Einteilung :

  • Leitungswasser (gefiltert)
  • Technisches Wasser (entmineralisiert)
  • See- bzw. Salzwasser (gefiltert)
Persönliche Werkzeuge
Andere Sprachen