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Hudson Bay
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Die Hudson Bay (franz.: Baie d'Hudson; Inuktitut: ᑕᓯᐅᔭᕐᔪᐊᖅ, deutsch auch: Hudsonbai oder Hudson-Bucht) ist ein Binnenmeer im nordöstlichen Teil Kanadas. An der über die Hudson-Straße mit dem Atlantik verbundenen Meeresbucht haben die kanadischen Provinzen Manitoba, Ontario, Québec sowie das Territorium Nunavut Anteil. Die Hudson Bay ist nach Henry Hudson benannt, der die Bucht 1610 entdeckte.
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Geographie
Allgemein
Von der Einmündung an der Hudson-Straße bis ans südliche Ende der James Bay, einer zur Hudson Bay gehörenden Bucht, erreicht die Hudson Bay eine Länge von fast 1.400 Kilometern, während die höchste Entfernung von der Halbinsel Ungava (Québec) bis zur gegenüberliegenden Küste von Nunavut etwas weniger als 1.000 Kilometer beträgt. In der Meeresbucht liegen zahlreiche Inseln, von denen Southampton die mit Abstand größte ist; Mansel, Coats sowie Akimiski in der James Bay gehören zu den nächstgrößeren. Vor der James Bay liegen ferner sehr viele kleine Inseln, die zur Inselgruppe der Belcherinseln zusammengefasst wurden. Alle Inseln der Bucht gehören zu Nunavut.
Die Hudson Bay wurde früher als Bucht des Atlantischen Ozeans angesehen, ist jedoch über den Foxe-Kanal und das Foxe-Becken auch mit dem Nordpolarmeer verbunden. Im südwestlichen Teil erhält die Bucht Wasserzufuhr durch einige größere Flüsse, von denen Grande Rivière de la Baleine (Québec), Churchill und Nelson (Manitoba) die bedeutendsten sind. Über letzteren ist die Hudson Bay mit dem Winnipegsee verbunden.
Die Hudson Bay ist für die Seeschifffahrt zwar befahrbar, jedoch nur von untergeordneter Bedeutung. Sie spielte eine wichtige Rolle bei der Erschließung des kanadischen Hinterlandes durch die Hudson's Bay Company.
Flüsse
- Albany, Ontario
- Attawapiskat, Ontario
- Broadback, Québec
- Churchill, Manitoba
- La Grande Rivière, Québec
- La Grande Rivière de la Baleine, Québec
- Hayes, Manitoba
- Moose, Ontario
- Nelson, Manitoba
- Nottaway, Québec
- Rupert, Québec
- Severn, Ontario
- Winisk, Ontario
Klima
In der Hudson Bay herrscht ein Tundra- und Taigaklima. Im Winter ist die Bucht vereist, daher wird sie auch „Eiskeller Nordamerikas“ genannt. Allerdings taut das Eis auf Grund der globalen Erwärmung immer früher auf, was für die dort lebenden Eisbären zunehmend zur Bedrohung wird. Wichtigste Nahrung sind für sie die Robben, zu denen sie nur über die zugefrorene Hudson Bay gelangen.
Geschichte
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Henry Hudson erkundete die Bucht 1610 mit seinem Schiff Discovery. Auf seiner vierten und letzten Schiffsreise segelte er entlang der Westküste Grönlands in die Bucht und kartierte einen großen Teil der dortigen Ostküste. Im Winter wurde die Discovery von Eis eingeschlossen, wobei die Crew am südlichen Ende der James Bay an Land überlebte. Als das Eis im Frühjahr auftaute, wollte Hudson den Rest der Bucht erkunden. Die Crew meuterte jedoch am 22. Juni 1611. Auf der Suche nach Hudson erkundete Thomas Button 1612-1613 das Westufer der Hudsonbay, er kartographierte das Gebiet und entdeckte die Mündung des Nelson sowie die Mansel-Insel.
60 Jahre später erreichte das Schiff Nonsuch die Bucht und Betrieb mit den Cree-Indianern erfolgreich Biberpelzhandel. Dies führte zur Gründung der Hudson’s Bay Company, welche bis heute diesen Namen trägt. Die britische Krone gewährte der Hudsonbay-Gesellschaft ein Handelsmonopol mit den Indianern im Einzugsbereich des Gewässers, das Rupert's Land genannt wurde. Frankreich bestritt die Landzuweisung und entsandte verschiedene militärische Expeditionen in die Region. Durch den Vertrag von Utrecht im April 1713 musste es seine Ansprüche jedoch aufgeben.
In dieser Zeit baute die Gesellschaft Forts und Handelsposten an den Mündungen der wichtigsten Flüsse. Dazu gehörten Fort Severn (Ontario), York Factory (Manitoba) und Churchill (Manitoba). Die strategische Lage erlaubte Expeditionen in das Inland und noch wichtiger, erleichterten Handel mit der einheimischen Bevölkerung. Die Indianer brachten Felle zu den Posten, wo sie direkt nach Europa verschifft wurden (was übrigens einen kürzeren Weg als von Montreal darstellte). Die Hudson's Bay Company benutzte diese Posten bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts.
Das Land mit einer Fläche von 3,9 Mio. km² wurde 1870 Kanada überlassen und Teil der Nordwest-Territorien, als das Handelsmonopol aufgegeben war. Als Folge einer Namensänderung wird die Hudson's Bay heute Hudson Bay genannt, was oft zu Verwechslungen mit der Gesellschaft führt.
Bevölkerung
Die Region um die Hudson Bay ist äußerst dünn besiedelt. Sie wird von den Inuit und Cree-Indianern dominiert, die in der Hauptsache von Jagd und Fischfang leben.
Zu den Siedlungen an der Hudson Bay zählen:
- Akulivik, Québec
- Arviat, Nunavut
- Attawapiskat, Ontario
- Chesterfield Inlet, Nunavut
- Chisasibi, Québec
- Churchill, Manitoba
- Coral Harbour, Southampton-Insel, Nunavut
- Eastmain, Québec
- Fort Albany, Ontario
- Fort Severn, Ontario
- Inukjuak, Québec
- Kuujjuarapik, Québec
- Moosonee, Ontario
- Povungnituk, Québec
- Peawanuck, Ontario
- Rankin Inlet, Nunavut
- Repulse Bay, Nunavut
- Salluit, Québec
- Sanikiluaq, Belcherinseln, Nunavut
- Umiujaq, Québec
- Waskaganish, Québec
- Wemindji, Québec
- Whale Cove, Nunavut
- Whapmagoostui, Québec
Koordinaten: 59° 50′ 10" n. Br., 85° 44′ 25" w. L.
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