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Horst Bickel
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Horst Bickel (* 18. Juni 1918 in Hamburg, † 1. Dezember 2000 auf Rügen) war ein deutscher Kinderarzt.
Werk
Als Assistent des schweizerischen Kinderarztes Guido Fanconi beschrieb er mit diesem zusammen 1949 erstmalig ein seltenes Syndrom mit der Kombination einer krankhaft vermehrten Speicherung von Stärke (Glykogen) in der Leber und den Nieren (Glykogenose), einer beeinträchtigten Funktion der Sammelröhrchen in der Niere und einer gestörten Ausnutzung der Zuckermoleküle Glukose und Galaktose. Die autosomal-rezessiv erbliche Erkrankung wurde später als Fanconi-Bickel-Syndrom bezeichnet.
In den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts entwickelte Horst Bickel maßgeblich eine Diät zur Behandlung der angeborenen Stoffwechselerkrankung Phenylketonurie und bewies damit, dass die Erkrankung durch eine Reduktion der verursachenden Aminosäure Phenylalanin behandelbar ist. Nachdem Robert Guthrie 1963 eine Screening-Methode für diese häufigste angeborene Stoffwechselerkrankung entwickelt hatte, war es sein Verdienst, dass dieses Screening in den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts auch für alle Neugeborenen in Deutschland zum Standard wurde. Von 1967-1987 war Horst Bickel Ordinarius für Kinderheilkunde an der Universität Heidelberg.
Weblinks
Horst Bickel bei whonamedit.com
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Bickel, Horst |
| KURZBESCHREIBUNG | Deutscher Kinderarzt. |
| GEBURTSDATUM | 18. Juni 1918 |
| GEBURTSORT | Hamburg |
| STERBEDATUM | 1. Dezember 2000 |
| STERBEORT | Rügen |
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