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Hohenzollern-Sigmaringen

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Bild:Sigmaringen schloss.jpg
Das namensgebende Stammschloss Sigmaringen der Hohenzollern thront auf einem Weißjura-Felsen über der Stadt Sigmaringen.
Bild:Schloss Sigmaringen Hauptportal.JPG
Hohenzollernschloss Sigmaringen Hauptportal

Hohenzollern-Sigmaringen ist die schwäbische, katholisch gebliebene Linie der Hohenzollern, einem alten deutschen Adelsgeschlecht.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die wahrscheinlich von dem schwäbischen Herzogshaus der Burchardinger abstammenden Zollern sind im 11. Jahrhundert als Grafen nachweisbar. Zu Beginn des 13. Jahrhunderts teilte sich das Geschlecht in eine schwäbische und in eine fränkische Linie. Die fränkische Linie, die die Burggrafschaft Nürnberg innehatte, wurde später zu Kurfürsten von Brandenburg erhoben.

Im Jahre1576 teilte sich die schwäbische Linie der Hohenzollern weiter in Hohenzollern-Hechingen, Hohenzollern-Haigerloch und Hohenzollern-Sigmaringen. 1623 wurde die Hechinger und Sigmaringer Linie, in den Reichsfürstenstand erhoben, nicht aber die Haigerlocher Linie, die Verbindung war als nicht standesgemäß angesehen worden, sie starb aber auch 1634 bereits wieder aus. Die Linie Hechingen starb 1869 ebenfalls aus, während die Familie Hohenzollern-Sigmaringen bis zum heutigen Tage existiert.

Fürstin Amalie Zephyrine konnte zu Beginn des 19. Jahrhunderts eine Mediatisierung durch Napoleon verhindern. 1806 schuf dieser den Rheinbund und zerschlug damit endgültig das Heilige Römische Reich deutscher Nation. Die beiden hohenzollernschen Fürstenhäuser Sigmaringen und Hechingen gelang es dabei, ihre Souveränität zu erhalten und im Falle Sigmaringens darüberhinaus einen beachtlichen Gebietszuwachs zu erfahren. Das Fürstentum Sigmaringen erhielt 1806 die Besitzungen der Klöster Habsthal und Wald sowie der Deutschordensherrschaften Achberg und Hohenfels. Außerdem erlangte es die Souveränität über die Fürstlich Fürstenbergischen Herrschaften Jungnau und Frohnstetten, die Thurn und Taxisschen Herrschaften Ostrach und Straßberg sowie über die Spethsche Herrschaft in Gammertingen und Hettingen.

Bild:Karte-Hohenzollern.png
Das Fürstentum Hohenzollern nach 1849

In der Folge der Märzrevolution 1848 dankten die Fürsten von Sigmaringen und Hechingen schließlich ab, so dass ihre Fürstentümer 1850 als Hohenzollernsche Lande an das Königreich Preußen fielen. Die preußische Besitzergreifung in Sigmaringen erfolgte am 6. April 1850. Die beiden Fürstentümer wurden vereinigt und gehörten als preußischer Regierungsbezirk Sigmaringen zur Rheinprovinz. Nach dem zweiten Weltkrieg entstand Württemberg-Hohenzollern, das den südlichen Teil des ehemaligen Königreichs Württemberg sowie die „Hohenzollernschen Lande“ umfasste. Mit der Bildung des Südweststaates ging Hohenzollern schließlich in Baden-Württemberg auf.

Die Familie Hohenzollern-Sigmaringen spielte auch nach der preußischen Annexion weiter eine bedeutenden Rolle. Karl Anton von Hohenzollern-Sigmaringens ältester Sohn Leopold kandidierte 1870 für den spanischen Thron. Auch kamen die Könige von Rumänien 1866 bis 1947 aus dem Hause Hohenzollern-Sigmaringen.

Regenten

Grafen von Hohenzollern-Sigmaringen, 1576-1623

Fürsten von Hohenzollern-Sigmaringen, 1623-1849

Fürsten des Hauses Hohenzollern-Sigmaringen und Hohenzollern nach der Annexion von Hohenzollern-Sigmaringen

  • Karl Anton (1849-1885) (war Fürst von Hohenzollern nach dem Tod des letzten Fürsten von Hohenzollern-Hechingen 1869)
  • Leopold (1885-1905)
  • Wilhelm (1905-1927)

Oberhaupt des Hauses Hohenzollern-Sigmaringen und Hohenzollern

Siehe auch

Weblinks


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