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Hohe Schule (Bildungseinrichtung)

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Als Hohe Schulen bezeichnet man Bildungsanseinrichtungen der frühen Neuzeit, die vom Niveau her oberhalb des Gymnasiums angesiedelt und Vorläufer der heutigen Hochschulen waren. Diese auch als Gymnasium Academicum oder Gymnasium Illustre bezeichneten Lehranstalten hatten im Unterschied zu den Universitäten nicht das kaiserliche Privileg, akademische Grade (den Magister- und Doktortitel) verleihen zu können. Akademische Gymnasien waren allerdings nicht zwangsläufig auch „Hohe Schulen“, also Hochschulen. Manche behandelten in den höheren Klassen zwar den Stoff der Artistenfakultät, wiesen aber keine höheren Fakultäten wie Theologie, Jura, Medizin auf.

Das Schulprogramm verband gymnasiale und akademische Studien und gliederte sich in zwei Teile: Typischerweise erhielten die Schüler eine schulische Ausbildung in der neunjährigen schola classica, daran schloß sich die fünfjährige schola publica an, die von freieren wissenschaftlichen Vorlesungen geprägt war.

Als Vorbild für die Organisation vieler Hoher Schulen diente die straßburger Akademie (ab 1621 Universität), die die meisten Gründungen in calvinistisch-reformierten Ländern beeinflusste, so die Hohe Schule Herborn, das Gymnasium illustre in Burgsteinfurt das Casimirianum Neustadt, die Hochschulen in Bremen, Zerbst, Marburg, Frankfurt/Oder, Hanau, Duisburg, Hamm und Lingen.

Die im 16. und 17. Jahrhundert gegründeten protestantischen Hohen Schulen standen in heftigen Auseinandersetzung mit der jesuitischen Gegenreformation.

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