Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.


Hochkultur (Weinbau)

Aus Kefk.

Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Hochkultur ist eine Weinanbaumethode, die in Österreich nach dem Zweiten Weltkrieg die Stockkultur ablöste.

Die dichte, arbeitsintensive Anbaumethode der Stockkultur war nach dem Zweiten Weltkrieg aus mehreren Gründen nicht mehr rentabel. Insbesondere der Arbeitskräftemangel im Zuge der fortschreitenden Industrialisierung band immer mehr Menschen in einen dauerhaften Arbeitsprozess ein, sodass den Weinbauern keine saisonalen Arbeitskräfte mehr zur Verfügung standen. Des Weiteren wurde die Arbeit im Weinbau durch vermehrten Schädlingsbefall noch um etwa 20% intensiviert und die Weinpreise verfielen in den 50er Jahren. So konnte sich die Hochkultur als Anbaumethode durchsetzten, die von Laurenz Moser II. im elterlichen Betrieb bereits zwischen 1925 und 1928 erprobt worden war. 1929 gründete er die Rebschule Lenz Moser, und propagierte in der Folge diese Anbaumethode in ganz Österreich. Anstatt der bisherigen 10.000 Reben pro Hektar werden in der Hochkultur nur noch 3.000 Reben pro Hektar gepflanzt. Dadurch erhält der Weinstock 3 bis 4 Quadratmeter und erreicht eine Stammhöhe von 1,2 bis 1,4 Metern. Dadurch erhalten die Stöcke mehr Sonnenlicht und werden besser durchlüftet. Zudem erlaubt die größere Reihenbreite den Einsatz mit Traktoren.

Weblinks

Literatur

  • Fiegl, Jutta: Die Entwicklung des Weinbaues und des Heurigenwesens in Neustift am Walde. Dissertation Wien 1983
Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Hochkultur_%28Weinbau%29, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
Persönliche Werkzeuge