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Hochkultur (Soziologie)
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Hochkultur als soziologischer Begriff umfasst die von der herrschenden Elite propagierten und von der ihr nah zugehörigen "kulturellen Elite" als besonders wertvoll akzeptierten Kulturleistungen - im Gegensatz zur Alltagskultur (Massenkultur), Volkskultur oder Populärkultur. Der Begriff bezieht sich zumeist auf Musik, Bildende Künste, Literatur ("Höhenkammliteratur") und darstellende Künste (Tanz, Theater u. ä.). Diese Kulturformen müssen bestimmten ästhetischen Maßstäben gerecht werden, die von der kulturellen Elite definiert werden. Sie spielen eine große Rolle bei den geltenden Bildungsidealen. Sie müssen durchaus nicht alle kulturell hochentwickelte Gebiete umfassen, so werden in Europa z.B. der Sport, die zirzensischen Künste oder das Design nicht dazu gezählt.
Der französische Soziologe Pierre Bourdieu stellt kulturelle Differenzen mit vielen Abstufungen als Faktoren individueller und gesellschaftlicher Macht und Machterhaltung in den Mittelpunkt seiner Forschungen.
Die Dichotomie Hochkultur|Massenkultur wurde mit dem Gewinn an Definitionsmacht durch die massenmedial verbreitete Popkultur immer mehr in Frage gestellt. (Siehe auch Öffentliche Meinung, Kulturindustrie.)
Siehe auch
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